Volksbank in Affeln feiert 125-jähriges Jubiläum

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In ländliche Kostüme gekleidet empfingen die Mitarbeiter der Volksbank ihre mehr als 400 Gäste – eine Hommage an frühere Zeiten der 125-jährigen Firmengeschichte.

Neuenrade - Ihr 125-jähriges Firmenjubiläum feierte die älteste „Keimzelle“ der heutigen Volksbank im Märkischen Kreis – der Standort Affeln – am Samstag in der Schützenhalle.

„Wir wollen heute einiges aus der Vergangenheit wieder in die Gegenwart hervorholen“, lud Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes die geladenen Gäste zu einer Zeitreise durch die vergangenen 125 Jahre ein. Schließlich sei ein solches Jubiläum „das Kramen in Erinnerungen an eine gemeinsame Wegstrecke mit Mitarbeitern, Mitgliedern, Kunden und Geschäftspartnern“.

In ländlicher Kleidung empfingen die Mitarbeiter der Volksbank ihre mehr als 400 Gäste. Dommes hatte sich dies als Hommage an vergangene Zeiten von den Mitarbeitern gewünscht und freute sich darüber, dass auch einige Ehemalige diesen Spaß mitmachten.

125 Jahre Genossenschaft seien ein Ausdruck von Stabilität und kein Zufallsprodukt, sagte der Vorstandssprecher. Trotz einiger Wirtschaftskrisen und anderen Tiefen – wie zum Beispiel der Zweite Weltkrieg – die auch an der Volksbank nicht spurlos vorübergegangen seien, sei es den Mitgliedern immer wieder gelungen, sich „aufzurappeln“ und sich den Marktbedingungen anzupassen.

Mit 50 Personen wurde 1890 das genossenschaftliche Unternehmensmodell gegründet, welches bis heute Bestand hat. Der Grundgedanke, der sich dahinter verbarg, war die „Hilfe zur Selbsthilfe“ und dass Menschen und Unternehmen der damaligen Zeit Kreditmittel erhalten und Einlagen zinsbringend anlegen konnten. Die Gründungsväter Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen gründeten die ersten Kreditgenossenschaften und weiteten den Trend später aus.

Der Grundgedanke ist trotz aller Veränderungen und Modernisierungen bis heute erhalten geblieben und weiterentwickelt worden. Zu dieser Tradition gehöre allerdings auch die Mitgliedschaft der Gesellschaft vor Ort und so stelle die Volksbank regelmäßig fianzielle Mittel zur Verfügung, um Vereine und Istitutionen vor Ort zu unterstützen.

Zur Jubiläumsgala hatte die Volksbank einen Spendentopf mitgebracht. In diesen waren für jedes Jubiläumsjahr 100 Euro geflossen, so dass insgesamt 12 500 Euro gespendet werden konnten. Diese Summe wurde gesplittet und an Elisabeth Voß, die Leiterin des Kindergartens Affeln, und Awerd Riemenschneider, den Leiter der Grundschule in Altenaffeln, überreicht. Auf die Frage, wie sie das Geld investieren wollen, antwortete Voß: „Wir möchten für den Außenbereich ein in den Boden eingelassenes Trampolin bauen lassen.“ Riemenschneider kündigte an, alle Klassenräume mit Laptops auszustatten.

Musikalische Untermalung bot der Musikverein, der den Abend mitgestaltet hatte. Comedian Christoph Brüske ließ mit seinen Witzen kein Auge trocken. So hieß er anfangs die Gäste in der „Hochsteinarena“ willkommen, ließ musikalische Einlagen folgen und unterhielt mit zeitgemäßer Komik. Der Höhepunkt seines Programm war eine von ihm verfasste Affelner Hymne, die er zum Schluss – in eine rosa Glitzerjacke gekleidet – zum Besten gab: „Egal, ob wir wollen oder nicht, heute Abend sind wir alle hier, auch wenn mein Navi mich heute Morgen gefragt hatte, ob es mit muss, als ich Affeln als Ziel eingab.“

Ein weiteres Highlight war der „Graphic Recorder“, der den ganzen Abend zeichnerisch auf einer Leinwand festhielt, welche in Kürze in der Affelner Filiale bestaunt werden kann. Zum Abschluss bedankte sich Vorstandssprecher Dommes bei allen Mitarbeitern mit den Worten: „Egal, wer auf dem Karren sitzt oder wer ihn zieht: Hauptsache, der Karren läuft. Und das tut er dank vieler fleißiger Mitarbeiter.“ - Von Andrea Kellermann-Michels

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