Außergewöhnliches Raumkonzept statt Standardmöbel

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Nina Kersting-Dunker (3.v.l.) führte zahlreiche Mitglieder des Schul-, Sport-, Jugend- und Sozialausschusses durch „Die Villa – mittendrin“. Sie und die pädagogische Leiterin Tanja Heidemann stellten das Raumkonzept vor.

Neuenrade - In etwa 20 Räumen, verteilt auf 600 Quadratmeter, betreuen sechs Erzieherinnen bereits seit vergangenen Herbst knapp 40 Kinder. Jetzt stellten Geschäftsführerin Nina Kersting-Dunker und die pädagogische Leiterin Tanja Heidemann „Die Villa – mittendrin“ der Öffentlichkeit vor.

„Wir wollten weg von den Standardmöbeln“, erklärte Nina Kersting-Dunker. Deshalb engagierte das Team die Hamburger Firma Kameleon, die die Kita nach dem sogenannten „Hamburger Raumkonzept“ gestaltete. Viel Holz, helle Wände und besondere Spiel- und Schlafmöglichkeiten machen den Kindergarten zu einem besonderen Ort. Das fanden auch die rund 25 Ausschussmitglieder, die von Kersting-Dunker und Heidemann durch die Räume geführt wurden. „Das ist einfach nur schön“, zeigten sich die Besucher begeistert vom Konzept der „Villa – mittendrin“.

In erster Linie gehe es darum, den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich frei entfalten zu können, erklärte die Sozialpädagogin Tanja Heidemann. Die Mädchen und Jungen könnten im Kindergarten ihre Spielbereiche zwar frei wählen, lernten jedoch trotzdem, sich an Absprachen und Regeln zu halten. Gleichzeitig solle ihnen Struktur und Sicherheit gegeben werden, so Heidemann.

In der Küche, in der eine Köchin täglich frisch kocht, ist auch ein kleines Restaurant integriert. Mehrere Tische und auch Sitzecken bieten den Kindern Platz zum Mittagessen. In zwei Schlafräumen haben die außergewöhnlichen Möbel verschiedene Nischen, in denen sich die Kinder zum Schlafen verkriechen können. Auch ein Bewegungsraum mit einem riesigen Klettergerüst in der Mitte gehört zum Raumkonzept der „Villa – mittendrin“. Neben einem der Erlebnisbäder befindet sich das Atelier. Im unteren Bereich, dort ist auch der Haupteingang, sind die Garderobe und mehrere Toiletten. In einem separaten Raum entsteht derzeit eine Werkstatt auf 70 Quadratmetern.

Der vordere Bereich im oberen Stockwerk zur Bundesstraße gelegen ist die Aula der Einrichtung und könne als Mehrzweckraum mitsamt Bühne angemietet werden, erklärte die Geschäftsführerin. Derzeit nutze die Musikschule den Bereich, zu dem auch eine Teeküche und eine Behindertentoilette gehört.

Die Gestaltung der rund 800 Quadratmeter großen Außenanlage ist auch in Planung. Spielgeräte seien bestellt, der Rasen sei gesät und der restliche Zaun, der das gesamte Gelände abgrenzen soll, wird demnächst aufgestellt. Was genau mit dem großen Parkplatz des ehemaligen Aldi-Gebäudes passieren wird, sei derzeit noch unklar.

Die offizielle Eröffnung für zahlreiche Interessierte soll nach den Sommerferien im August stattfinden, erklärte Nina Kersting-Dunker. Bis dahin sollen auch Außenbereich und Werkstatt fertig sein.

Von Nathalie Kirsch

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