Umgehung: Planfeststellungsverfahren im kommenden Jahr?

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Im Rathaus freut sich der Bürgermeister über die Listung der Umgehungsstraße

Neuenrade - Die Ortsumgehung Neuenrade ist auch beim neuen Bundesverkehrswegeplan im sogenannten vordringlichen Bedarf. Und auf der Prioritätenliste des Landes wird die geplante Ortsumgehung mit Priorität Grün behandelt. Bei der Stadtverwaltung Neuenrade geht Bauamtsleiter Marcus Henninger davon aus, dass der Landesbetrieb NRW 2017 mit dem Planfeststellungsverfahren beginnen wird.

 In diesem Verfahrensschritt gibt es dann auch das Beteiligungsverfahren, erläuterte Henninger. Auch auf Bundesebene gibt es demnächst ein online-Beteiligungsverfahren. Die Bundestagsabgeordneten von SPD, Dagmar Freitag, und CDU, Christel Voßbeck-Kayser, frohlocken und posaunten die Nachricht über dem neuen Bundesverkehrswegeplan hinaus.

 Freitag sagte: „Die hohe Priorisierung dieser Projekte im Bundesverkehrswegeplan 2030 ist ein wichtiges Signal für die Funktionsfähigkeit der Infrastruktur in unserer Region. Die gute Bewertung der Maßnahmen mache deutlich, welche Bedeutung der Weiterbau der A46 und die Ortsumfahrungen auf der B229 nicht nur für die Region, sondern für die Gesamtnetzplanung des Bundes hat. Freitag betonte weiter, dass mit dem Bundesverkehrswegeplan eines der wichtigsten verkehrspolitischen Projekte dieser Wahlperiode aufgelegt sei. Damit würden die Weichen für die bundesweite Verkehrsinfrastruktur gestellt.

Christel Voßbeck-Kayser CDU-MdB, freut sich: „In Berlin ist die Bedeutung unserer Region längst bekannt. Daher ist es ein starkes Signal, dass bei uns weiter investiert wird“. Ebenso soll die B229n entstehen. Mit einem zweistreifigen Neubau soll es eine Ortsumgehung von Neuenrade sowie von Balve geben. Voßbeck-Kayser wies darauf hin, dass die Projekte mit der ersten Bewertung des Bundesministeriums für Verkehr schon eine sehr große Hürde genommen hätten und als verkehrspolitisch sehr wichtig gelten würden Die Projekte mit dieser Bewertung sollen in der Laufzeit des Bundesverkehrswegeplans bis 2030 umgesetzt oder mindestens begonnen werden.

Voßbeck Kayser zudem: „Alle Projekte werden ab dem 21. März 2016 über eine neue Internetplattform detailliert vorgestellt und für jedermann zugänglich sein“. Mit dieser neuen Plattform werde es erstmalig eine sechswöchige öffentliche Beteiligung auch für alle Bürger geben. Über das Portal www.bvwp-projekte.de können die Projektbewertungen eingesehen und kommentiert werden.

Bürgermeister Antonius Wiesemann jedenfalls freute sich: „Die Umgehungsstraße – das ist das was unsere Stadt braucht. Die Hauptstraße teilt unsere Stadt jetzt in Nord und Süd. Eine Umgehungsstraße kann uns nur weiterbringen. Es ist das A und O, das wir an der Verwirklichung des Projektes weiter arbeiten.“

Und Professor Dr. Peter Renvert, Vorsitzender der Interessengemeinschaft B229n und Gegner der Umgehungsstraße sagte, dass er die Gelegenheit nutzen werde, seine Bedenken online auf dem Portal zu äußern. Ansonsten gelte es abzuwarten. Er verwies zudem auf die politische Leitlinie, dass der Sanierung Vorrang vor Neubau gegeben werde und, dass Autobahnausbau wichtiger als Bundesstraßenbau sei. Man sehe das alles daher noch gelassen.

Von Peter von der Beck

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