Übergang im Jugendzentrum

Bürgermeister Antonius Wiesemann vergnügte sich am Kicker, nachdem er Thorn Leonhardt im Jugendzentrum begrüßt hatte. - Fotos: Schnücker

Neuenrade - Thorn Leonhardt (43), frei schaffender psychologischer Berater, hat am Samstag seine Arbeit im Jugendzentrum Neuenrade aufgenommen. Zum Auftakt waren neben der Verwaltungsspitze, Vertreter aus Politik und Vereinen und Verbänden rund 20 Jugendliche gekommen, um in zwangloser Form ein erstes Kennenlernen und den Austausch möglicher Aktionen unverbindlich zu erörtern.

Der neue Ansprechpartner im Jugendzentrum kann eine langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Jugendzentren aufweisen. Als wichtigen Baustein für die Basis (Tenor auf dem Einladungsflyer: Deine Wünsche und Erwartungen) bezeichnet und favorisiert Leonhardt eine offene Atmosphäre, in der sich die Jugendlichen wohlfühlen und kreativ tätig werden können.

Dazu zählen nach seinem Verständnis unter anderem das Erstellen von Fotostrecken oder Videofilmen. Generell könne aber auch im Bereich Medien die Kreativität gefördert werden. Primäres Ziel bleibe das Wachsen der Persönlichkeit eines jeden Jugendlichen, der individuelle Freiräume nutzen könne, um Themen anzugehen, die für ihn wichtig seien.

Zum Auftakt hatte Thorn Leonhardt eine „Wunsch-Wand“ installiert, auf die jeder seine persönlichen Wünsche (Kreatives, Sport, selber kochen) eintragen kann. Auch im Internet (www-jugendzentrum-neuenrade.de) präsentiert sich das Neuenrader Jugendzentrum in neuem Outfit, auf einer Seite kann angekreuzt werden, welche Themen gewünscht sind. Die neue Internetpräsentation ist bereits nach wenigen Tagen auf ein gutes Echo gestoßen, über 1000 Zugriffe wurden gezählt, über 80 Mal Themen und Vorschläge angeklickt.

Thorsten Leonhardt schätzt die derzeitige Situation im Jugendzentrum als Übergangsphase ein. Besonderen Wert legt er darauf, die Nutzer des Jugendzentrums bei der Erstellung der Angebote und Wünsche mit einzubinden, um ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass sie Verantwortung übernehmen dürfen. Mit einer ersten Fotoaktion konnten sich am Eröffnungstag Jugendliche selbst fotografieren und das Ergebnis ausdrucken lassen.

Im Beisein von Bürgermeister Antonius Wiesemann bezeichnete Thorn Leonhardt „den Auftakt, das Entgegenkommen und die spürbare Herzlichkeit“ als vielversprechende Basis für eine gute und erfolgreiche Arbeit im Jugendzentrum. Am Rande der Einladung ließ Neuenrades erster Bürger keine Zweifel aufkommen, dass er künftig auch auf eine bessere Vernetzung des Jugendzentrums mit der allgemeinen Jugendarbeit in Neuenrade setze. Den Vereinen und Verbänden bescheinigte er eine „bereits bestehende gute Jugendarbeit.“ Derzeit – so der Bürgermeister – gelte es, dem Jugendzentrum mit der Übergangsphase wieder mehr Geltung zu verschaffen. Sofern sich die Übergangsphase positiv entwickele, könne möglicherweise Anfang nächsten Jahres von einem Neustart gesprochen werden.

Als einer der ersten Schritte zum kontinuierlichen Ablauf ist das Jugendzentrum in der Übergangsphase an drei Tagen (donnerstags von 16 bis 18 Uhr, freitags von 16 bis 20 Uhr und samstags von 15 bis 19 Uhr) geöffnet.

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