Twingo rammt ein Wohnhaus

Autobesitzer erfindet Diebstahls-Geschichte

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Autobesitzer vor Gericht: Diebstahls-Geschichte erfunden.

Neuenrade - Auf 13 000 Euro schätzte die Polizei den Schaden am Wohnhaus mit der Adresse Am Zollhaus 4, nachdem ein schwarzer Renault Twingo das Gebäude in der Neuenrader Altstadt am frühen Morgen des 19. September 2015 gerammt hatte.

Knapp den doppelten Schadensbetrag nannte der Staatsanwalt jetzt in einem Strafverfahren im Amtsgericht Altena: 25 853,66 Euro. Auf der Anklagebank saßen der Besitzer des Wagens (20 Jahre) und der mutmaßliche Fahrer (23 Jahre). Denn der Besitzer hatte, um die ganze Geschichte zu vertuschen, bei der Polizei angegeben, dass ihm der Wagen gestohlen worden war. 

Das war eine Lüge, wie er jetzt kleinlaut und zerknirscht im Amtsgericht zugeben musste. Es sei seine Idee gewesen, der Polizei diese Diebstahls-Geschichte aufzutischen. Im Auto war er an jenem Unfallmorgen nicht gewesen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm wegen dieser Falschaussage eine versuchte Strafvereitelung vor. Unklar blieb, was der zweite Angeklagte gemacht hatte, als der Wagen wegen überhöhter Geschwindigkeit in die Hauswand krachte. 

Zeugen hatten beobachtet, dass sich danach zwei Personen schnell von der Unfallstelle entfernt hatten. Der 23-Jährige galt bis zur Verhandlung als derjenige, der das Auto auch gesteuert haben sollte. Das und damit auch die ihm vorgeworfene Unfallflucht bestritt er und nannte den Namen des mutmaßlichen Fahrers. Auf seiner Seite hatte er dabei das Foto einer Blitzanlage auf dem Weg nach Hamm, wo die Fahrzeuginsassen zu nächtlicher Zeit einen Bekannten besucht hatten, bevor sie um sechs Uhr morgens in das Haus krachten.

 Das Foto zeigt offenbar nicht den 23-jährigen Angeklagten am Steuer des Twingos. Richter Dirk Reckschmidt setzte das Verfahren vorläufig aus – vor einer Neu-Terminierung wird noch weiter ermittelt werden müssen.

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