Tiffany-Kunst in der Kiku

+
Zwei große Bilder wurden von den Schülern in den vergangenen Monaten hergestellt. Die Kunstwerke sollen an einem öffentlichen Platz in Neuenrade zu sehen sein.

Neuenrade - Im Rahmen des Landesprogramms Kultur und Schule bot die Gemeinschaftsschule jetzt ein Projekt mit Glaskunst an. In Kooperation mit der Kiku in Neuenrade gab es pro Quartal eine kleine Gruppe von circa 13 bis 15 Jungen und Mädchen, welche die Glaskunst in der Arbeitsgemeinschaft kennenlernen durften.

Unter der Leitung von Biggi Weidlinger-Kaiser, die bereits mehrfach Kurse an der Kiku geleitet hat und auch schon im zweiten Jahr an der Gemeinschaftsschule ihr Projekt anbietet, und der Kunstlehrerin Heike Schambach-Kram lernten die Kinder die Tiffany-Kunst kennen.

„Wir wollen uns allerdings von der eigentlichen Kunst distanzieren und abstrakter und moderner werden. Wir wollen die alte Tiffany-Kunst neu beleben und neu gestalten“, so die Glaskünstlerin Weidlinger-Kaiser.

Bevor die Kinder allerdings ihrer Kreativität freien Lauf lassen durften, mussten sie sich mit dem Material Glas auseinandersetzen. So lernten sie zunächst einmal, dass Glas in seiner primitivsten Form aus geschmolzenem Sand besteht. Ebenso wurde erläutert, wie die Farben in das Glas kommen und wie es verarbeitet wird.

In der Praxis durften die Jungen und Mädchen dann mit dem Material arbeiten. Zuerst suchten sie sich das Glas aus, welches sie bearbeiten wollten, schnitten es zurecht und mussten die scharfen Kanten zurecht schleifen. Mit Tiffany-, also einer Kupferfolie, und etwas Wasser wurde das Stück verlötet. Voraussetzung für die Schüler war es, eine Schutzbrille zu tragen.

Als gemeinsames Projekt arbeitete die Gruppe an einem Fensterbild aus Glasstücken. „Ich habe keinerlei Vorgaben gemacht. Die Kinder durften ihre eigenen Ideen umsetzen und so kam dieses Ergebnis bei dem künstlerischen Experiment heraus“, erklärt Weidlinger-Kaiser.

Auch die drei anderen Gruppen des Projektes hatten in den vergangenen Monaten zwei Bilder in Mosaik-Technik gestaltet. Diese sollen zukünftig an einem öffentlichen Platz in Neuenrade zu sehen sein. Weitere Kunststücke, die während des vergangenen Quartals entstanden sind, waren unter anderem Ohrringe, Kettenanhänger, Mobiles, Blumenstecker und Fensterbilder.

Um die Förderung vom Land zu sichern, müsse das Kunstprojekt der Gemeinschaftsschule im kommenden Jahr ein anderes Thema haben. Soviel sei aber sicher, so Lehrer Marcus Lubienski: Auch im nächsten Jahr werde es wieder eine Kooperation mit der Kiku geben.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare