Theater überfordert Kindergartenkinder

Das Stück war mit Spannung und Action aufgeladen.

Neuenrade -   400 Kinder und Erwachsene waren am Samstag in den Kaisergarten gekommen, um sich das Kindermusical „Der kleine Drache Kokosnuss“ anzusehen. Während des Stückes wurde das Publikum immer wieder aufgefordert mitzuklatschen und mitzusingen – das kam gut an.

Die Geschichte erzählte vom kleinen Drachen Kokosnuss, wie er sich gemeinsam mit seinen beiden Freunden, dem schlauen Stachelschwein Matilda und dem dicken Fressdrachen Oscar, auf die Suche nach einem Piratenamulett macht, um die Welt zu retten.

Der Versuch eine „Weltuntergangsverhinderungsmaschine“ zu bauen wurde schnell wieder verworfen, stattdessen machten die drei Freunde sich in einem Tufo (total unbekanntes Flugobjekt), welches zum U-Boot umfunktioniert wurde, auf die Suche nach Atlantis. Hilfe bekamen sie von einem Kraken und dem Orakelchen, welche den Weg wiesen, oder das benötigte Amulett beisteuerten. In Atlantis angekommen stellten sie sich gemeinsam mit dem Höhlentroll, der glaubte den Weltuntergang auslösen zu müssen, einem verzwickten Rätsel. Letztendlich kristallisierte sich heraus, dass es sich um eine Sonnenfinsternis handelt und die Welt gar nicht untergehen wird.

Mit Spannung, Action und Musik war das Stück vollgepackt. Die vier Darsteller vom Jungen Theater in Bonn zeigten aber auch tänzerische Einlagen und versuchten mit Ironie zu überzeugen. Das bunte Bühnenbild wurde durch Videoprojektionen aufgewertet, die bei einzelnen Szenen zum Einsatz kamen.

Doch es gab bei den Zuschauern auch kritische Meinungen: „Für Kindergartenkinder war das Stück durch die Ironie nicht so leicht zu verstehen und an manchen Stellen durch Donnergeräusche und Knalleffekte teilweise auch sehr beängstigend.“ Schade sei es darüberhinaus auch, dass kleine Snacks wie Popcorn und Chips sowie Fanartikel wie CDs und Leuchtstäbe, wie sie in den vergangenen Jahren beim Kindermusical immer angeboten wurden, in diesem Jahr komplett fehlten.

Fazit bei den Gästen: Der Applaus für die Darsteller sei verdient gewesen, weil sie eine tolle Leistung geboten hatten. Das Stück an sich hat nicht alle überzeugt, ein Mindestalter wäre hier wohl angebracht gewesen. Die kleinen Kinder waren stellenweise überfordert.

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