Teurer Schaden am Dach des Kaisergartensaals

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In der Dachkonstruktion des Kaisergartens sind erhebliche Schäden aufgetreten.

Neuenrade - Es ist eine Hiobsbotschaft: Die Dachkonstruktion des Kaisergartensaals muss umfassend saniert werden. Das ist das Ergebnis jüngster Untersuchungen zu auftretender Feuchtigkeit.

Neuenrades Bauamtsleiter Marcus Henninger, gleichzeitig Mitgeschäftsführer der Kaisergarten GmbH, teilte das jetzt mit. Gerade mal vor zehn Jahren war der neue Saal an Stelle der maroden Altkonstruktion errichtet worden.

Ursache für die Schäden war nicht eben ein undichtes Dach, sondern „bauphysikalische Ausführungsmängel“. Demnach ist die Dachkonstruktion sozusagen von innen heraus vergammelt. Die Dampfsperrfolie sei schadhaft, weise Löcher auf, hieß es. Auch mit Hilfe der Lüftungsanlage war es wohl nicht möglich, die Feuchtigkeit immer komplett abzuführen. So tropfte es bei warmer Witterung und dampfendem Publikum durchaus von der Decke – zum Ärger einiger Gäste. Beschädigt ist demnach auch das Holztragwerk. Durch das feuchtwarme Raumklima hätten sogar die gewaltigen Leimholzträger Schaden genommen. Die Statik sei aber nicht gefährdet.

Bei warmer Witterung und dampfendem Publikum, fängt es an zu tropfen.

Aufgeflogen sind die Schäden offenbar eher durch Zufall. Auf dem Dach standen große Pfützen und bei der Kontrolle sei man auf die weiteren Schäden gestoßen, erläuterte Henninger. Wie dem auch sei. So muss das Dach nun umfassend saniert werden – bei laufendem Betrieb des Kaisergarten.

Nun geht es nach dem Zusammetragen aller Daten und Fakten an die Sanierungsplanung, eine erste vorsichtige Kostenschätzung kann dann erfolgen, hieß es von Marcus Henninger. Klar ist: Es wird teuer. Von einer sechsstelligen Summe ist die Rede. Etwaige Gewährleistungsfristen sind wohl allesamt abgelaufen. Man bleibe auf den Kosten sitzen. Der Kaisergarten gehört zur Kaisergarten GmbH und ist eine hundertprozentige Tochterfirma der Stadt. Gegenstand des Unternehmens ist es, dauerhaft sicherzustellen, dass auf dem Grundstück ein Veranstaltungssaal mit Bühne einschließlich Restauration und Hotel durch geeignete Pächter betrieben wird. Der Saal soll vorrangig für Vereins- und Kulturveranstaltungen zur Verfügung stehen.

Aufsichtsrat und Gesellschafter sind über den Schaden informiert.

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