Tatsächlich etwas fürs Leben gelernt

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An der Waldorfschule wird auf die musische Bildung Wert gelegt: Zum Abschluss der Verabschiedung intonierten die älteren Schüler ein Gesangsstück mit Gitarrenbegleitung.

Neuenrade - Es war ein Fest des Abschieds, deshalb ging es in der Freien Waldorfschule Neuenrade auch etwas melancholisch zu. Etliche Elftklässler wurden genauso verabschiedet wie fünf frisch gebackene Abiturientinnen.

Und sie alle verließen am Ende die Schul-Bühne durch jenes Blumentor, durch das ein Großteil der Schüler auch zu Beginn ihrer Schulkarriere an der Waldorfschule einst gingen. Die Schüler hielten Reden, bedankten sich bei der Lehrerschaft, deren Zuspruch und stete Hilfsbereitschaft. Sogar in den Ferien traf man sich beispielsweise zu Abiturvorbereitungen. Besonderes Lob gab es dabei von den Quereinsteigern für die Waldorfschule. Sicher wird das eine oder andere Pädagogen- und Elternherz höher geschlagen haben, als eine Schülerin sagte, dass sie „jeden Tag mit einem entspannten Gefühl“ zur Schule gegangen sei.

Der Zusammenhalt und die familiäre Atmosphäre wurde von den jungen Menschen, die sich äußerten, öfter genannt. Zuweilen mit dem Zusatz, dass man das nicht an der staatlichen Schule erfahren habe. Und sogar das war zu hören: Man habe in der Schule tatsächlich etwas fürs Leben gelernt. Gewürdigt wurden in den Ansprachen der betreuenden Lehrer und Lehrerinnen jeder einzelne Absolvent mit einem wohl treffenden Satz.

Musik gab es natürlich auch – handgemacht, versteht sich. So intonierte die zweite Klasse ein Lied über das Meer. Das passte zu den Absolventen, weil die nun auch sozusagen in See stechen würden. Abschied nehmen hieß es von einer Französischlehrerin, die extra immer aus Haan angereist war, um an der Waldorfschule zu unterrichten und sogar länger blieb als nötig.

Und Abschied genommen wurde an dem Donnerstag auch von Reinhard Lorenz. Den Mann ließ man ungern ziehen, zum einen wegen seiner pädagogischen Fähigkeiten, Fremdsprachen zu vermitteln und zum anderen, weil er zweisprachig sei und die Abiturzulassung habe. Doch Reinhard Lorenz ist nun 65 Jahre alt und geht in Pension. Er betrat auch noch die Bühne und intonierte ein englisches Stück. Sogar der Bufdi wurde verabschiedet. Er hatte zunächst 13 Jahre an der Schule verbracht und noch ein Jahr Freiwilligendienst angehängt.

Ganz zum Schluss hatten die älteren Schüler ein Gesangsstück mit Gitarrenbegleitung intoniert. Kein Zweifel: An der Schule wird Wert auf die musische Bildung gelegt.

Die Schüler der Klasse 11: Balecke, Shari; Becher, Maike; Becker, Jana; Beinghaus, Robin; Beschke, Julia; Brill, Jannis; Dörr, Pauline; Filter, Kira; Geissler, Celine; Hellweg, Leonard; Lehmkühler, Tyark Erik; Meier, Fee Annabell; Noelle, Gernot; Rose, Rabea; Schulz, Vanessa; Schumacher, Kim Dana; Slejfir, Ben; Stach, David; Steinberg, Laura; Steinberg, Lisa; Stuberg, Jonas; Taube, Niklas. Klassenbetreuer war Björn Bitter. Die Abiturientinnen: Alakmeh, Kamlah; Becher, Luisa; Luig, Anna Sophie; Verlemann, Luisa; Weisheit, Lena. Klassenbetreuerin war Heike Meisen.

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