Stephan Wennrich leitet den Sauerland-Kreisel

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Mit frischem Mut geht der neue Vorstand des Schalke04-Fanclubs Sauerland-Kreisel 04 in die blau-weiße Zukunft (v. l.): Kassenprüfer Oliver Hoge, Kassierer Fabian Peschta, Kassenprüferin Jessica Wennrich, 1. Vorsitzender Stephan Wennrich, 2. Vorsitzende Sarah Croce, Beisitzer Rolf Preussner, Ex-Vorsitzender Peter Kabath, Beisitzer Daniel Rath und Beisitzerin Gudrun Fabry.

Altenaffeln - Stephan Wennrich, der neue 1. Vorsitzende des Schalke04-Fanclubs Sauerland-Kreisel 04, redete Klartext: „Man kann sagen, die Diskussionen heute Abend sind ausgeartet“. „Aber ich finde: Dadurch lebt ein Verein“, schob er hinterher. Sein scheidender Amtsvorgänger, Peter Kabath, hatte zuvor betont: „Wir haben unsere Krise gehabt, doch jetzt sind wir durch.“

Satte vier Stunden vorher, pünktlich um 19.04 Uhr, wie es sich für einen ordentlichen Schalker gehört, hatte Noch-Vorsitzender Kabath die Jahreshauptversammlung des Fanclubs im Gasthof Willeke-Wortmann eröffnet und gut 25 der insgesamt 119 Mitglieder begrüßt. Gleich zu Beginn erklärte er, dass er nicht mehr für den Posten des 1. Vorsitzenden zur Verfügung stehe. Seit Gründung des Fanclubs vor elf Jahren hatte er die Geschicke des Sauerland-Kreisels geleitet.

In jüngster Vergangenheit war aber nicht alles rund gelaufen bei dem Altenaffelner Verein: Aufgrund von Terminproblemen hatte es seit zweieinhalb Jahren keine Jahreshauptversammlung gegeben. Bedingt durch einen Todesfall war die bisher letzte Vorstandswahl sogar vor bereits vier Jahren durchgeführt worden. Kabath erläuterte: „Wir haben in den vergangenen Jahren einiges schleifen lassen.“ Er entschuldigte sich bei allen anwesenden Fanclub-Mitgliedern. Sein Nachfolger Wennrich hob hervor: „So, wie es zuletzt gelaufen ist, kann es nicht weiter gehen.“ Er konkretisierte: „Es wurde im Vorstand untereinander zu wenig gesprochen.“ Und Kassierer Peschta gestand: „Ich ziehe mir den Schuh an, dass nicht alles optimal geklappt hat.“

Breiten Raum nahm am Freitagabend eine Aussprache zwischen Vorstand und Mitgliedern ein. Einige schlugen vor, bei den Busfahrten solle künftig kein Essen mehr angeboten werden. Dadurch könne der Fahrpreis sinken. Andere wiederum wollten den Fahrpreis für Nicht-Mitglieder erhöhen. Die Diskussion verlief letztlich jedoch ergebnislos. Kosten und Zeit sparen die Fanclub-Mitglieder künftig aber sicher ein: Nach Unstimmigkeiten mit dem bisherigen Getränkelieferanten hat der Vorstand des Sauerland-Kreisels ein eigenes Kühlhaus angeschafft. Durch diesen Umstand sparen die Mitfahrer Zeit – die Fahrten zu den Bundesligaspielen starten 15 Minuten später.

Nach der Aussprache und dem Kassenbericht durch Peschta – dem Fanclub war es in den vergangenen zwei Jahren gelungen, ein ordentliches Plus zu erwirtschaften – erteilte die Versammlung dem Vorstand einstimmig Entlastung. Dann wurde Wennrich – bisher 2. Vorsitzender -– zum 1. Vorsitzenden gewählt. Als künftige 2. Vorsitzende kam Sarah Croce neu in den Vorstand. Kassierer Peschta wurde im Amt bestätigt. Um die Vorstandsarbeit künftig bewusst auf mehr Schultern zu verteilen, wurde der Vorstands-Beirat von zwei auf vier Mitglieder aufgestockt. Die bisherigen Beirats-Mitglieder André Miederhoff und Alois Schlotmann stellten sich nicht erneut zur Wahl. Ins Grermium aufgenommen wurden nun Gudrun Fabry, Rolf Preussner, Daniel Rath und Robert Weber. Alle Amtsinhaber wurden ohne Gegenstimmen und für ein Jahr gewählt.

Die Anwesenden beschlossen, dass fortan die Jahreshauptversammlung stets zum Beginn der Saison am Wochenende der ersten Runde des DFB-Pokals stattfinden solle. Auch beschlossen wurde eine große Fanclub-Party. Zwar ist der Sauerland-Kreisel in diesem Jahr bereits elf Jahre alt, allerdings gehört er seit rund zehn Jahren dem Schalker Fanclub-Verband (SFCV) an. Aus diesem Anlass soll am Freitag, 13. November, ab 18 Uhr im Plettenberger Restaurant Zur Post gefeiert werden. Gegebenenfalls möchte der Vorstand bei dieser Party einen Schalker Prominenten – etwa einen ehemaligen Spieler – als Ehrengast präsentieren. Ein DJ soll an dem Abend zusätzlich für Stimmung sorgen.

Die Neuaufstellung des Vorstands hat im Fanclub einige organisatorische Folgen: Anmeldungen zur Busfahrt sind fortan nur beim neuen Vorsitzenden Wennrich möglich. Dieser ist auch gemeinsam mit Kassierer Peschta für die Vergabe von Eintrittskarten zuständig. Der Sauerland-Kreisel hat in elf Jahren nur zu drei Bundesliga-Heimspielen des FC Schalke 04 keinen Bus eingesetzt. Zwei Mal war die Witterung daran Schuld, einmal der plötzliche Unfall-Tod des Ortsvorstehers Manfred Schmidt. In der Gruppenphase der Europa League soll in der bald startenden Saison zunächst kein Bus eingesetzt werden. Die Auswärtstour führt die Mitglieder des Sauerland-Kreisels Mitte April zum amtierenden Deutschen Meister nach München. 43 der Fanclub-Mitglieder sind übrigens auch Schalke04-Mitglieder, was wichtig ist für die Bestellung insbesondere von Auswärtskarten. Für Heimspiele verfügt der Club über acht Dauerkarten.

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