Stellungnahme zur Buslinie noch in dieser Woche?

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Der aktuelle Fahrplan über den Kohlberg ist noch ausbaufähig.

Neuenrade - Ob es eine Buslinie über den Kohlberg für jene Schüler geben wird, die von Neuenrade zum Burggymnasium Altena oder von Altena/Ihmert zur Waldorfschule fahren müssen, wird möglicherweise in dieser Woche entschieden.

Von Peter von der Beck

Zumindest wird an Altenas Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein, der sich in dieser Sache in Absprache mit Neuenrades Bürgermeister Antonius Wiesemann schriftlich an die MVG gewandt hatte, eine Stellungnahme ergehen. Das teilte der zuständige Prokurist und Bereichsleiter Angebot, Peter Bökenkötter, auf Anfrage mit.

Zum Hintergrund: Burggymnasium und Gemeinschaftsschule Neuenrade kooperieren eng, zudem gibt es am Altenaer Burggymnasium traditionell eine starke Neuenrade-Gruppe. Diese wird noch weiter anwachsen, sobald die ersten Schüler der Gemeinschaftsschule Neuenrade zum BGA wechseln.

Ebenfalls wächst die Waldorfschule. Auch deren Schüler könnten von der neuen Buslinie profitieren. Sie fangen später an, sie könnten dann den Bus nutzen, wenn er sich auf dem Rückweg befindet.

Die Kohlbergstrecke würde den Schülern einen erheblichen Zeitgewinn bringen, heißt es, denn die Neuenrader müssten nicht erst nach Werdohl fahren, dort umsteigen und dann gen Altena fahren. Indes: Seitens der MVG wird der Zeitgewinn nur eingeschränkt zugestanden. Der betrage gerade einmal rund fünf Minuten plus Umsteigezeit, der Bus könne auch nur entsprechend langsam über den Kohlberg fahren.

Der Wunsch nach der neu einzurichtenden Buslinie werde daher mit der Verwaltungsspitze des Märkischen Kreises, als gesetzlichem Auftraggeber, abgestimmt. „Wir sind in Beratungen“. Schließlich würde das Unterfangen sicher auch einen sechsstelligen Betrag kosten.

Auf die aktuellen Ressourcen der MVG könne man nicht zurückgreifen, die seien ausgereizt, was Fuhrpark und Fahrer anbelange. „Da ist nirgendwo mehr Luft“. Ein neuer Bus müsse her und sicher auch ein neuer Fahrer, sagte Bökenkötter. Ein Bus koste um die 300.000 Euro, ein Fahrer mit allen Lohnnebenkosten müsse mit 45.000 Euro veranschlagt werden. Eine Fremdvergabe komme kostenmäßig sicher aufs Selbe hinaus.

So eine neue Buslinie sei da durchaus ein Politikum, sagte Bökenkötter. Schülerzahlen und Erreichbarkeit von Schulen spielten dabei immer auch eine Rolle, ließ er durchblicken.

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