Stadtwerke wollen Gebühren festsetzen

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Die Gebühren für Abwasser werden teurer, während die Straßenreinigung günstiger wird.

Neuenrade - Die neuen Gebühren für Wasser, Abwasser, Straßenreinigung und die Abfallbeseitigung für 2016 sollen in der Sitzung des Verwaltungsrates der Stadtwerke in der kommenden Woche beschlossen werden.

Wasser

Demnach bleiben die Gebühren für die Frischwasserentnahme gleich, allerdings werden die Gebühren für die Wasserzähler um 3,5 Prozent erhöht. Zwar nahmen die Stadtwerke zu wenig ein – man spricht hier von Unterdeckung des Gebührenhaushaltes – die Wasserverbrauchsmengen nehmen aber kontinuierlich ab. Die Unterdeckung will man durch eine Erhöhung der Zählerkosten kompensieren.

Die aktuelle Verbrauchsgebühr je Kubikmeter Wasser bleibt bei 1,73 Euro. Bis 5 Kubikmeter Verbrauch kostet das monatlich nun 11,80 Euro (Plus 40 Cent). Zum Vergleich: 2008 lag die Grundgebühr für den Zähler bei 9,45 Euro. Ein Hinweis dazu: Eine Person verbraucht nach gängigen Veröffentlichungen im Schnitt 3,5 Kubikmeter Wasser pro Monat.

Abwasser

Beim Abwasser (Schmutz- und Niederschlagswasser) veranschlagen die Stadtwerke-Verantwortlichen eine Erhöhung der Schmutzwassergebühr. Eine Gebührenunterdeckung aus den Vorjahren, eine Erhöhung der Ruhrverbandsumlage (nur Ruhrverbandsmitglieder) und die zurückgehenden Abwassermengen sind die Ursache. So beläuft sich die Normalgebühr nun auf 3,50 Euro pro Kubikmeter (RV-Mitglieder 1,21 Euro). Bei Niederschlagswasser für Straßen und Grundstücke sollen die betroffenen Neuenrader nun 1,28 Euro/Kubikmeter Niederschlagswasser zahlen, Ruhrverbandsmitglieder zahlen 98 Cent. Die Zählermiete beträgt in diesem Fall 1,11 Euro.

Für jene, die noch sogenannte Kleinkläranlagen haben, gibt es eine gute Nachricht. Die Entsorgungsgebühr sinkt pro Kubikmeter, weil die Abfuhrkosten sinken.

Straßenreinigung

Die Straßenreinigungsgebühren werden ebenfalls von den Stadtwerken erhoben. Erfreulicherweise sinken die Gebühren. Grund sind die milden Winter des Berechnungszeitraumes (2011 bis 2014) und eine sogenannte Überdeckung, die bis 2016 abgerechnet werden muss. Bezahlt wird die Gebühr in Neuenrade über einen sogenannten Wurzelwert, der sich aus der Grundstückgröße errechnet. Ein Grundstück der Größe 624 Quadratmeter hat einen Wurzelwert von 25. Die Gebühr ist seit 2012 (71 Euro) auf nun 24,75 Euro gesunken.

Abfallentsorgung

Die Kosten sollen für den Verbraucher gleich bleiben, denn wegen der bestehenden Verträge mit dem Entsorger kommt es beim Einsammeln und Transportieren des Abfalls zu keiner Gebührenerhöhung. Unterm Strich bleibt die Grundgebühr bei 30 Euro pro Person, die Restabfallgebühr bleibt bei 73 Cent pro Kilogramm, Sperrgut-Entsorgung kostet 20 Cent pro Kilogramm, Windelabfall schlägt mit 0,27 Cent zu Buche, Bioabfall kostet 48 Cent. Und auch die Bringhofgebühren sollen unverändert bleiben.

- Von Peter von der Beck

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