Stadtwald: Wirtschaftsplan 2017 weist kleinen Gewinn auf

Mitglieder des Ausschusses Umweltschutz und Forsten beim Ortstermin in Affeln.

Neuenrade -  Kyrill, jener Jahrhundertsturm, bei dem Neuenrade sieben Hektar Wald verloren hat, ist immer noch Thema, wenn es um die Pflege der Neuenrader Bestände geht.

Und so besichtigten die Mitglieder des Umwelt- und Forstausschusses unter Begleitung von Fachleuten in der vergangenen Woche ausgewählte Bereiche des Neuenrader Stadtwaldes. So schauten sich die Ausschussvertreter im Revier Affeln am Sülberg eine vor fünf Jahren angepflanzte Schonung, vorwiegend aus Küstentannen bestehend, an.

Kämmerer Gerd Schumacher, der den Neuenrader Waldbestand von der kaufmännischen Seite her betreuen muss, freute sich darüber, dass sich die Küstentannenschonung sehr gut mache. Diese Baumart zeichne sich zudem durch besondere Toleranz gegenüber Trockenheit aus und halte Schädlinge besser ab, erläuterte Jörn Hevendehl, vom Landesbetrieb Wald und Holz. Auch eine der wenigen überlebenden Fichtenbestände konnten die Vertreter aller Neuenrader Parteien besichtigen. Es handelt sich dabei um einen guten, knapp 70-jährigen Fichtenbestand, der ebenfalls auf dem Sülberg steht.

 Hier erläuterte Hevendehl, dass nicht immer die dicksten und längsten Bäume den größten Ertrag bringen würden. Das hänge hierzulande auch von den Möglichkeiten der Sägewerke ab, ob die denn auch in der Lage seien, entsprechende Stämme zu verarbeiten. Lob gab es vom Fachmann für die Neuenrader Strategie, immer peu á peu eine Teil der Bestände zu verwerten.

Im Revier Neuenrade wird sich nicht so viel tun, wie im Revier Affeln – aber der Kulturpflege kommt immer mehr Bedeutung zu, erläuterte Förster Franz-Josef Stein nach Abschluss der Ortsbegehung im Sitzungssaal des Rathauses. 326 Festmeter werden in Neuenrade verwertet.

 Und der Wirtschaftsplan 2017 für beide Reviere soll möglichst mit einer schwarzen Null schließen: Der Aufwand in Neuenrade ist mit mehr als 33 500 Euro hoch, der Brutto-Erlös liegt bei knapp 16 000 Euro, das bedeutet rund 17 600 Euro Minus für das Revier Neuenrade. In Affeln aber werden rund 734 Festmeter geschlagen, was einen Brutterlös von rund 49 000 Euro bedeutet. die Kosten liegen bei knapp 28 000 Euro, bleibt ein Nettoerlös von rund 21 000 Euro in diesem Revier.

Unter dem Strich erwirtschaftet man im gesamten Stadtwalt Neuenrade eben einen Überschuss von 3500 Euro.

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