Spezialisten der Feuerwehr üben bei Stauff

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Feuerwehrübung bei Stauff: Diese beiden Spezialisten der Feuerwehr für gefährliche Stoffe und Güter haben nach einem Brand ein gerade leck geschlagenes Fass gesichert.

Neuenrade - Die Welt wird immer komplizierter. Und mit der Komplexität steigen die Anforderungen – auch an die Feuerwehr. Es gibt immer neue Materialien, komplizierte und anfällige Produktionsprozesse in der Industrie, immer mehr gefährliche Stoffe, die gelagert werden müssen.

 Und hier muss auch die Feuerwehr mithalten, technisch und personell, um Katastrophen zu verhindern, einzudämmen oder zu bewältigen. Szenarien mit diesem Hintergrund übt die Feuerwehr immer wieder. So hatte die Freiwillige Feuerwehr – alles Ehrenamtliche – sich den Sonntagmorgen für eine Übung am Hochregallager bei Stauff vorgenommen.

Hauptbrandmeister Holger Rausch leitete dabei den Einsatz der Küntroper Löschgruppe. Das Szenario: Ein Lastwagenanhänger am Lager hat gebrannt und wurde von Stauff-Mitarbeitern gelöscht und Mitarbeiter evakuiert. Dabei entdeckt man ein auf der Seite liegendes Fass mit einem Leck und möglicherweise höchst gefährlichem Inhalt. Ein Einsatz für die Spezialisten der Löschgruppe, Florian Jardzejewski und Mark Tschey. Zudem hat bei dem Brand des Anhängers die Dachhaut des Lagergebäudes möglicherweise Schaden genommen und könnte Glutnester enthalten. Auch hier müssen Spezialisten ran.

Mit Kletter- und Sicherungsgeschirr ausgestattet, kraxeln Max Bodeck und Gregor Berghoff auf das Dach, um nachzuschauen. Derweil haben die beiden Gefährliche-Stoffe-und-Güter-Spezialisten das Fass aufgerichtet, das austretende Pulver gesichert und marschieren zurück zum Ausgangspunkt. Dort hatten die Kollegen bereits eine Art Waschanlage aufgebaut, in drei Etappen werden die Anzüge von außen gereinigt, bevor die an Astronauten erinnernden Schutzanzüge wieder mit Hilfe der Kollegen ausgezogen werden.

Die Firma Stauff stellte nicht nur ihr Küntroper Firmengelände für die Übung zur Verfügung sondern spendete der Feuerwehr auch Seilsysteme, darunter ein Falldämpfer-System, damit die Feuerwehr auch Einsätze an Dachkanten oder anderweitig in großer Höhe sicher bewältigen kann. Stauff hat auch speziell ausgebildete Mitarbeiter, welche sich mit derartigen Seilsystemen auskennen und im Fall der Fälle auch im Hochregallager Erste Hilfe leisten können, bevor die Feuerwehr kommt. - Von Peter von der Beck

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