Dagmar Freitag besucht Affelner Flüchtlingsunterkunft

+
Ortsvorsteher Josef Hochstein und Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag saßen zum Kennenlernen gemeinsam mit den Flüchtlingen und Ehrenamtlern am Tisch.

Affeln - Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag besuchte die Flüchtlinge und Ehrenamtler im Pfarrheim in Affeln. Dort wollte sie das Leben und die Arbeit der Menschen kennenlernen.

Seit Dezember leben einige Flüchtlinge im Affelner Pfarrheim – mittlerweile sind es bereits 20 Frauen, Männer und Kinder, der jüngste unter ihnen gerade vier Monate alt. Um nun einen Eindruck vom Leben der Menschen dort sowie der Arbeit der zahlreichen Helfer zu bekommen, besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag die Flüchtlinge am Montag in der Unterkunft.

„Bis auf den Flüchtlingen ist sie uns wohl allen bekannt“, sagten einige Ehrenamtler schmunzelnd, als Dagmar Freitag gemeinsam mit dem Ortsvorsteher Josef Hochstein das Pfarrheim betrat. Kurz darauf erklärte eine Ehrenamtlerin den Flüchtlingen aber bereits, wer die Besucher seien und gab weiter: „Sie bedanken sich, dass sie hier sein dürfen und sind sehr froh.“ Es wurden Kuchen bereitgestellt und Getränke aufgetischt – schließlich ginge es um ein Kennenlernen und darum, einen Einblick zu erhalten, erklärte Ortsvorsteher Hochstein. Da er Dagmar Freitag bereits recht gut kenne, sei man eher aufgrund der Bekanntschaft darauf gekommen, der Unterkunft einen Besuch abzustatten.

„Wir wollten gerne zeigen, was hier geleistet wird. Vor allem die ehrenamtlichen Helfer zeigen so viel Einsatz und Engagement.“ Es sei sehr anstrengend und hart, dennoch mache die Arbeit aber viel Spaß. Die Liste der Helfer sei lang – rund 50 Adressen stünden zur Verfügung. Vor Ort seien aber insgesamt meist nur etwa sechs bis sieben Ehrenamtliche: „Viele helfen an anderen Stellen, wie dem Begegnungscafé“, weiß Hochstein. Die Unterkunft bietet drei Schlafräume, die sich die Familien teilen – zwölf Erwachsene und acht Kinder. Ein separater Raum wurde für eine Frau im Rollstuhl geschaffen.

„Die Kinder sind zwischen vier Monate und 14 Jahre alt“, erzählten die Ehrenamtler. „Ein Mädchen ist nun im Kindergarten und vier sind im Schulalter. Drei von ihnen dürfen ab Donnerstag auch in die Grundschule gehen.“ Für den 14-Jährigen habe sich leider noch keine weiterführende Schule gefunden, da derzeit kein Platz frei sei. Was er von der Schule erwarten würde, fragte Dagmar Freitag den Jungen. Die deutsche Sprache besser zu lernen und Freunde zu finden, lautete die Antwort.

Für die Zukunft wünschen sich die ehrenamtlichen Helfer eine bessere Anbindung nach Neuenrade. Am besten sei ein Kleinbus, der regelmäßig fahre und für den keine vorherige Anmeldung nötig sei. So könnten auch spontane Ausflüge gemacht werden: „Und wenn es nur ein Mal die Woche ist“, so die Ehrenamtler.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare