Sechs Wochen Ferienbetreuung: Bilanz fällt gut aus

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Frederike Herrmann, Vera Rahnert, Miral Zelik und Madleen Müller bildeten das Betreuungsteam.

Neuenrade - Das ist sicher ein schönes Lob für die Neuenrader Sommerferienaktion: So zitieren die Mitarbeiter eine Mutter, die sich gefreut habe, dass ihr Kind entgegen üblicher Gewohnheiten jeden morgen mit Elan aus dem Bett gesprungen sei, weil es sich auf die Sommerferienaktion gefreut habe. Auch sonst sei das Feedback bestens, heißt es

von den erfreuten Veranstaltern der Stadt, vertreten durch Frank Staffel und Monika Arens. Auch die jungen Betreuerinnen bestätigen den Eindruck. Madleen Müller (Studentin Soziale Arbeit), Miral Zelik (Lehramtsanwärterin Sek. II, Spanisch, Französisch), Frederike Herrmann (Erzieherin) und Vera Rahnert (Studentin Soziale Arbeit) kümmerten sich – hauptamtlich oder im Rahmen eines Praktikums um die Kinder im Grundschulalter.

Es war eine gute Erfahrung für die jungen Frauen, die Teamarbeit kennenlernten und natürlich im Umgang mit vielen Kindern, wie Miral Zelik sagte, Erfahrungen sammeln konnten. Alles lief rund. Die Kinder seien lieb gewesen. Und es kam auch von den Kindern gestern Positives. Ein befragter Junge bestätigte, dass es richtig gut sei und er nichts zu meckern habe.

Ein einziger Kritikpunkt kam von den Eltern. Die hätten sich eine bessere und ausführlichere Dokumentation des Angebots gewünscht. Rund 20 Kinder waren es in den letzten Ferientagen, die sich im Jugendzentrum amüsierten. Die Eltern der teilnehmenden Kinder waren zum überwiegenden Teil berufstätig, lieferten die Kinder morgens auf dem Weg zur Arbeit ab. Auch aus den Ortsteilen wie Affeln waren einige Kinder dabei. Hier habe man morgens gar eine Fahrgemeinschaft organisiert, um die Kinder ins Neuenrader Jugendzentrum zu bringen.

Gestern war ein ruhiger Tag: Die Kinder gönnten sich im Rahmen des Kinotages einen Film. Ansonsten befassten sich die Kinder mit der Zirkussschule Petit, besichtigten die Feuerwehr oder machten Abenteuersport mit Tamara Verse. Sport und Bewegung waren ohnehin immer angesagt für die Kinder im Grundschulalter.

In den ersten Ferienwochen gab es Kunst durch die Zusammenarbeit mit der Kiku, etliche Naturerlebnisse, eine Höhlentour oder Naturexperimente mit der Arche Noah aus Menden. Mehr Kinder waren auch in den ersten Ferienwochen dabei: um die 35 Kinder tummelten sich am Jugendzentrum. Immer gab es warmes Essen. Mal lieferte ein Caterer und sehr häufig wurde allerdings auch vor Ort gekocht – auch von den Mitarbeitern. Frühstücksbrötchen wurden zum Teil von den benachbarten Älteren von Service Wohnen Mühlendorf geschmiert.

Es war erstmals ein Angebot für die gesamten Sommerferien und im Vorfeld gab es Skepsis, ob das denn so angenommen würde. Erstmals 2014 war das Thema von einer Mutter in einem Fachausschuss aufs Tapet gebracht worden. Für 2015 gab es dann ein Übergangs-Angebot mit Verweis auf Angebote in den Nachbarstätten. Ende 2015 gab es einen runden Tisch der SPD zu dem Thema, Diskussion in den politischen Gremien.

Anfang 2016 präsentierte die Verwaltung dann das Sommerferienangebot, das Sozialarbeiterin Kristin Scholl ausgearbeitet hatte. Die Chancen auf eine Neuauflage 2017 scheinen gut zu sein

Peter von der Beck

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