Schützenbruderschaft Affeln: Zu viele "feiern schwarz"

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Gut gelaunt präsentieren sich hier einige Schützen bei der gut besuchten Abrechnungsversammlung.

Affeln/Neuenrade - Positiv überrascht waren die Vorstandsmitglieder der Schützenbruderschaft St. Peter und Paul Affeln über die 70 Teilnehmer, die sich am Samstag die Abrechnung vom Schützenfest nicht entgehen lassen wollten.

 Und zufrieden war auch Stefan Kemper, Vorsitzender, mit dem Verlauf: „Alle sorgten dafür, dass das Fest attraktiv geblieben ist.“ Darin eingeschlossen wurde auch das Königspaar Benny Nakajew und Jennifer Henrichs. Damit aber demnächst die Zahl der „Schwarzfeierer“ geringer wird, soll die Zahl der Kontrolleure vor der Kasse erhöht werden. 437 Eintrittskarten wurden verkauft, und damit über 100

weniger als im vergangenen Jahr. Weniger Bier floss durch die Zapfhähne: 96,2 Hektoliter (über 100 Hektoliter in 2015). Dafür griffen die Schützenfestbesucher bei den alkoholfreien Getränken zu. 13 Hektoliter (plus zwei) wurden verkauft. Stefan Kemper: „Besonders Fanta für Fanta-Korn war gefragt.“ Entsprechend stieg die Nachfrage nach Schnäpsen, von denen 20 Liter mehr verkauft wurden. Insgesamt fiel die Bilanz in der Kasse positiv aus. Dass das Schießen diesmal länger dauerte, nahm der Vorstand zum Anlass, einige Verbesserungen für das nächste Jahr vorzuschlagen.

Zunächst soll der Drehschutz am Vogel weggelassen werden, der seinerzeit angebracht worden, um einen „Vogelklau“ zu verhindern. Beim Schießen hätte sich dieser nun als zeitverzögernd erwiesen. Außerdem sollen die Waffen überprüft und gegebenenfalls neu justiert werden, der Kugelfang erhält eine andere Farbe, und allgemein soll das Antreten nach dem Schießen verbessert werden. Weitere Verbesserungsvorschläge für das nächste Fest schließen den besseren Schutz der Raucherecke ein sowie mehr Mülleimer auf dem Festplatz, die bessere Positionierung der Mikrofonanlage an allen Festtagen und auch die Optimierung des Bustransfers. 50 von einst 150 Bierträgern gibt es noch – viel zu wenig für die Schützenbruderschaft, die sich daran macht, neue anzuschaffen und Sponsoren mit einem Werbeaufdruck dafür sucht. Ihre Schützenhalle rücken die Affelner mehr und mehr ins rechte Licht; zuletzt durch die Neugestaltung des Speiseraums, und ab Oktober durch die Befestigung des bisherigen Schotterplatzes.

Eine benachbarte Firma erklärte sich bereit, den größten Teil der Kosten und die Arbeiten dafür zu übernehmen. 40 Zentimeter tief wird die alte Schicht abgetragen, dann Schotter und eine Sandschicht aufgetragen, die auf der Oberfläche verdichtet wird. Mit Randsteinen, 90 Meter davon haben die Schützen noch nach der letzten Sanierung gelagert, soll das Gelände eingefasst werden. Lkw wird das Drehen hier auf diesem nur für Pkw zugelassenen Platz damit verwehrt.

Dass ein großer Teil der nicht anwesenden Jubilare für 25-jährige Mitgliedschaft sich nicht abgemeldet hat, ärgerte den Vorsitzenden. Nur Ansgar Peterschulte und Thomas Ernst nahmen den Orden von Hauptmann Detlef Schulte und Adjutant Mark Weber für ihre Treue entgegen. Den anderen sechs Mitgliedern – Andreas Levermann, Guido Heidrich-Meisner, Johannes Wegner, Martin Krippendorf, Michael Lange und Thomas Biedermann – wird dieser nachgereicht.

 Während die Männer im Saal tagten, genossen derweil Königin Jennifer Henrichs, die Damen des Hofstaats und des Vorstands nicht weit entfernt ihre Cocktails und Schnitzel.

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