Schützen aus Sundern-Hagen leisten enorme Spende für Hitzblech-Stiftung

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Spendenübergabe an die Hitzblech-Stiftung.

Affeln - Am Schützenfestmontag gibt es in Sundern-Hagen den traditionellen Weinfrühschoppen. Doch dabei trinken die Mitglieder des Schützenvereins nicht nur an die 500 Flaschen Wein, sondern es wird auch für einen guten Zweck Geld gesammelt.

„Diese Aktion gibt es nur bei uns in Kuhschisshagen“, schmunzelte Andreas Kaiser, Vorsitzender der Bruderschaft. Beim vergangenen Weinfrühshoppen spendeten die Mitglieder insgesamt 2565 Euro, die am Donnerstagabend bei einer Spendenübergabe an die Holger-Hitzblech-Stiftung gingen. Diese Summe sei für so ein kleines Dorf eine große Menge, so Kaiser.

Und auch Elisabeth Hitzblech hatte nicht mit so einer hohen Summe gerechnet. „Wir freuen uns wirklich sehr über diese Unterstützung, das Geld können wir gut gebrauchen“. 1992 hatte sie die Stiftung zusammen mit ihrem Mann Eberhard gegründet, um krebskranke Kinder und deren Familien zu unterstützen. Diese Stiftung war der Wunsch ihres Sohnes Holger, der im Juli 1992 im Alter von 17 Jahren an Knochenkrebs gestorben war.

Das Ehepaar Hitzblech war selbst einmal Mitglied im Schützenverein. „Holger ist am Schützenfestsamstag gestorben und danach war es für uns einfach kein Fest mehr“, sagte Elisabeth Hitzblech. 

Das gespendete Geld wird für die Behandlung zweier krebskranker Kinder genutzt, die die Stiftung aktuell unterstützt. „Am Anfang mussten wir noch unser eigenes Geld dafür verwenden und Firmen für Spenden anschreiben, mittlerweile sind wir in der Umgebung bekannt und können jedes Jahr 40.000 bis 50.000 Euro für die Projekte ausgeben“, sagt Eberhard Hitzblech in einem Rückblick auf die letzten 24 Jahre.

Das Feedback der Kliniken und Familien sei durchweg positiv, viele Eltern melden sich nochmal oder die Kinder malen Bilder. „Ein Junge hat von uns mit 15 eine Sportprothese bekommen und der Vater hat Jahre später dann ebenfalls Geld an uns gespendet. Erst vor kurzem haben wir erfahren, dass dieser Junge jetzt eine Goldmedaille bei den Paralympics gewonnen hat“. Die Stiftung übernimmt jedoch nicht nur Behandlungskosten, sondern erfüllt den Kindern auch letzte Wünsche.

Im vergangenen Jahr hat die Stiftung es beispielsweise einem Mädchen ermöglicht, noch einmal ihre Großmutter in Polen zu besuchen. „Wir wissen, dass das Geld hier gut angelegt ist“, sagte Kaiser. Die Stiftung sei genau die Art von gutem Zweck, die der Schützenverein gerne unterstützt - und der Vorstand habe die Idee auch sofort angenommen.

Von Anna-Sophie Kölsche

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