Schüler stellen ihre Ergebnisse des Projekts „Wir sind Bürgermeister“ vor

„Ihr seid unsere Zukunft“

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Bürgermeister Antonius Wiesemann war vom Engagement und den Vorschlägen der Schüler der Burgschule und Hönnequellschule beeindruckt und versprach, sich der Ideen zur Verbesserung Neuenrades anzunehmen.

Neuenrade - „Danke, dass ihr euch der Probleme angenommen und euch so gute Sachen ausgedacht habt“, dankte Bürgermeister Antonius Wiesemann den 13 Schülern der Burgschule und der Hönnequellschule, die am Dienstag die Ergebnisse ihres Projekts „Wir sind Bürgermeister“ in der Stadtbücherei und Zelius vorstellten.

Eltern und Großeltern, Bürgermeister Wiesemann und dessen Erste (ehrenamtliche) Stellvertreterin Brigitte Reinken-Stork sowie Ratsfrau Ulrike Wolfinger und Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag lauschten unter anderen den Ideen zur Verbesserung Neuenrades. „Ihr habt die Ratssitzung schon sehr gut geführt und auch die richtigen Fragen gestellt: Wo soll das ganze Geld herkommen?“, berichtete Wiesemann von dem Besuch der Viert- und Fünftklässler im Rathaus, die im Rahmen der vierten Auflage des Projekts die Arbeit von Wiesemann in Vorbereitung auf die Erstellung ihrer Präsentationen hautnah kennen lernten.

In vier Gruppen wurde jeweils eine Präsentation zu einem Neuenrader Thema erstellt, das den Schülern am Herzen lag. Eines dieser Themen war die Erneuerung des U3-Spielplatzes auf dem Wall. „Das ist sehr berechtigt, der Spielplatz ist wirklich überholungsbedürftig. Gerade bei dem jetzt so schönen Wetter“, stimmte Wiesemann dem Vorschlag zu. Die zweite Präsentation befasste sich mit der Unterhaltung in der Freizeit: Einem Kino in der Bücherei. „Etwas in diese Richtung macht die Stadtbücherei ja schon, vielleicht ist das gar nicht so bekannt“, bemerkte Wiesemann und verwies auf die Leiterin der Stadtbücherei, Sandra Horny, die die Schüler der Projektgruppe dazu einlud, die Filme für die weiteren Kinderkino-Veranstaltungen auszusuchen.

Von der dritten Präsentation zeigte sich Wiesemann erschrocken: Die Schüler bemängelten den Zustand des Skaterparks Niederheide und zeigten Fotos, auf denen unter anderem Scherben, Müll und eine kaputte Rampe zu sehen waren. „Das werde ich mir noch diese Woche mit dem Bauhof ansehen, um zunächst eine kurzfristige Lösung dafür zu finden. Ich kümmere mich darum so schnell wie möglich“, versprach Wiesemann und lud die Teilnehmer dieser Gruppe zu einem Gespräch bei einer Cola in sein Büro ein, um das weitere Vorgehen bezüglich des Skaterparks zu besprechen.

Die vierte Präsentation befasste sich mit dem Jugendzentrum.„Warum ist die Tür so oft zu?“, fragten dabei die Kinder. „Es ist ein großer Wunsch unsererseits, das Jugendzentrum komplett neu zu gestalten. Dazu ist eine höhere Frequentierung und ein besseres Programm erforderlich. Das ist nicht einfach und das geht leider auch nicht über Nacht“, ging Wiesemann auf die Problematik ein.

Dagmar Freitag lobte die Projektarbeit der Schüler: „Ich finde euer Engagement klasse. Ihr habt gelernt, dass man sich gemeinsam um etwas kümmern muss, um etwas zu erreichen. Ihr werdet voraussichtlich noch lange hier wohnen, und dass ihr euch jetzt schon kümmert, ist super.“ Auch Ulrike Wolfinger war von den Vorschlägen beeindruckt: „Ich werde alles mitnehmen und den Bürgermeister auf seine Versprechen festnageln.“

Zum Abschluss bekamen alle Kinder USB-Sticks mit allen Präsentationen und Fotos, die für das Projekt entstanden sind, bevor Antonius Wiesemann die Anwesenden verabschiedete: „Es war gut, sich mit euch auszutauschen. Wenn es ein Problem gibt, müsst ihr mir sagen, wo es kneift. Ihr seid unsere Zukunft und ohne euch geht es nicht, da können wir machen, was wir wollen.“

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