Schöne und festliche Musik quer durch den Weihnachtsgarten

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Das Plettenberger Vocalensemble Musica Classica unter der Leitung von Eike Wilm Schulte sorgte neben den Solisten für ein stimmungsvolles Konzert.

Neuenrade - Nichts ging mehr in der St.-Lambertus-Kirche am Samstagabend: Die Feststellung „Bald ist nun Weihnacht“, verbunden mit einer Riege guter Musiker und Sänger, hatte das Publikum strömen und die Kirche umfassend füllen lassen. Eike Wilm Schulte, gebürtiger Plettenberger und nach einer langen Sängerkarriere mittlerweile Ehrenmitglied des Hessischen Staatstheaters, hatte weitere exzellente Musiker mitgebracht: Geigerin Keiko Steenpaß, Pianistin Makiko Taked-Herms aus Leipzig, Sopranistin Annette Luig, Harfenist Leon Leroy, Organist Stefan Bröcher und das Vocalensemble Musica Classica aus Plettenberg.

Festliche Musik von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach stand im ersten Konzertteil auf dem Programm. Dabei bekamen die Besucher, unterstützt vom Vocalensemble, schon früh die Chance einer umfassenden Mitwirkung bei den Strophen von „Tochter Zion“ aus Händels Oratorium „Judas Makkabäus“. Eike Wilm Schulte sang dazu passend die Arie des Simon und den Lobgesang „Halleluja, lobet den Herren“, Sopranistin Annette Luig die Arie „Dank sei dir, Herr! Du hast dein Volk mit dir geführt!“

Bach steuerte ebenfalls einige seiner schönsten Melodien bei: „Nun komm der Heiden Heiland“, „Jesus bleibet meine Freude“ und eine Fassung des „Ave Maria“ für Violine und Harfe. Schöne Musik, auf hohem Niveau dargebracht – das machte Freude.

Melodien und die bekanntesten Stücke aus Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ folgte im zweiten thematischen Block des Konzertes: „Wunderbare Melodien aus Märchenopern“. Bodenständig gab sich Schulte, als er vor einer der bekannten Melodien eine kleine Tanne durch den Altarraum schleppte und dies mit dem darauf folgenden „Ein Männlein steht im Walde“ begründete. Da musste wenigstens ein kleiner Wald her.

Und dann sangen er und Sopranistin Annette Luig nach einer kleinen Einführung in die Geschichte des Märchens einen schönen Querschnitt durch die Oper, deren Botschaft allen armen Menschen in der Welt gilt: Setzt eure Kinder lieber nicht aus, denn nicht alle haben das Glück, zurückzukommen wie Hänsel und Gretel.

Nach einem weiteren Ohrenschmaus, Jules Massenets Meditation aus „Thaïs“, trug Schulte die berühmte Geschichte des Mädchens Virginia aus New York vor. Die Achtjährige hatte sich an die Zeitung New York Sun mit der Frage gewandt, ob der Weihnachtsmann wirklich existiere. Redakteur Francis P. Church hatte ihr eine Antwort gegeben, die berühmt werden sollte.

Nach dieser grundsätzlichen Klärung standen weitere „Bedeutende Werke unserer großen Meister“ von Antonín Dvorák, Johann Sebastian Bach und dem Böhmen Johann Ludwig Dussek auf dem Programm – dazu Richard Eilenbergs beliebte Petersburger Schlittenfahrt. Viel schöne Musik quer durch den Weihnachtsgarten – da durften auch die Christrose und die „Rose zur Weihnachtszeit“ nicht fehlen. In das Schlusslied „Großer Gott, wir loben Dich“ stimmten die Besucher schließlich wieder mit ein.

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