Firma Schniewindt in China erfolgreich

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Die Internetseite der Schniewindt-Tochter in China.

Neuenrade - Es war ein großer Tross, der sich jüngst gemeinsam mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gen China aufmachte. Ihren Wirtschaftsminister Garrelt Duin hatte die Landeschefin genauso mit dabei wie eine 43-köpfige Delegation aus Unternehmern. Darunter war auch – auf Einladung von Kraft – Schniewindt.

Der General Manager der Schniewindtschen Niederlassung in China nutzte gerne die Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen. Das bedeutet Dabeisein unter hochrangigen chinesischen Unternehmensvertretern, bei Wirtschaftskonferenzen, Vertragsunterzeichnungen, Kooperationsvereinbarungen.

Die politische NRW-Führungsequipe um Kraft intensiviert dabei die Beziehungen zu China massiv. Besonders der Kontakt zur Provinz Sichuan ist dabei von Bedeutung. Da gibt es sogar über die „neue Seidenstraße“ eine direkte Zugverbindung nach NRW. Kein Wunder, dass dort ein Verbindungsbüro eröffnet wird und private Investoren dort das NRWCenter errichten wollen. NRW ist zudem zentrale Anlaufstelle der Chinesen in Deutschland. Sage und schreibe 850 Chinesische Unternehmen haben ihren Sitz in NRW, heißt es aus Düsseldorf. Auch auf wissenschaftlicher Ebene gibt es Kooperationen – zum Beispiel zwischen der TH Aachen und der Tsinghua University. Ministerpräsidentin Kraft und ihre Leute hatten also gut zu tun, absolvierten acht Tage lang ein strammes Programm.

China hat eine enorme Bedeutung für den Standort Deutschland – davon jedenfalls ist Dr. Sarah Schniewindt überzeugt. Sie ist Geschäftsführerin der Schniewindt GmbH & Co KG. Nicht ohne Grund hat man daher eine 100-prozentige Tochter in einem Shanghaier Industriegebiet. China sei das Land mit dem größten Wachstum und daran hänge natürlich auch viel Energieerzeugung und Energieverteilung. Und Schniewindt betont daher: „Das ist ein sehr großer Markt für uns“.

Schniewindt liefert in Sachen Windkraft Heizeinrichtungen für Getriebe und Rotorblattheizungen und natürlich habe man reichlich Kompetenzen bei der Energieübertragungstechnik. 20 Mitarbeiter zählt der chinesische Ableger inzwischen. Angefangen habe man dabei erst vor zehn Jahren mit Marktstudien und eben jenem Mitarbeiter, der heute General Manager ist. Die Mitarbeiter sind Chinesen, die einen Bezug zu Deutschland hatten oder haben. Die Kommunikation läuft allerdings auf Englisch ab. Ein einziger Deutscher Ingenieur arbeitet vor Ort. Der General Manager der Schniewindt-Tochter half mit, die Dependance auszubauen. Auch begleitete er in China die Kraft-Delegation. Sein Job dabei: „Viele interessante Gespräche in verschiedenen Provinzen führen, wichtige Leute Treffen und Präsenz zeigen,“ hieß es aus dem Hause Schniewindt.

China ist wohl ein besonderes Pflaster: Bei Schlüsseltechnologien wie Automobilindustrie sei alles reguliert. Joint Ventures seien da Pflicht. Bei Schniewindt habe man damit indes nicht all zu viel mit staatlicher Regulierung zu tun gehabt. Da sei man recht frei von staatlicher Kontrolle. Zwar hat Schniewindt weltweit Vertriebsbüros, doch China ist der einzige Auslandsstandort mit Fabrikkomplex, Lager und mit der Möglichkeit einer Endmontage. Klare Sache, dass bei Schniewindt Datenschutz groß geschrieben wird – weltweit. Schließlich will man in Sachen Technologie immer eine Nasenspitze vorn bleiben. Das gehört zur Firmenphilosophie genauso wie das vorsichtige Wachstum und das globale Denken. Wie dem auch sei: China hat nicht nur für Schniewindt eine besondere Bedeutung. Dr. Sarah Schniewindt: „Dass es Deutschland so gut geht, liegt auch an China.“

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