Sanierung der Tennisplätze: Entscheidung wird vertagt

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Neuenrade - Die Zaunanlage ist marode und die Tennisplätze eins bis vier benötigen innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre dringend eine Grundüberholung, die inklusive einer Erneuerung des Zauns 80.000 Euro kosten soll. Der Ausschuss für Schule, Sport, Jugend und Soziales entschied am Donnerstag, den Antrag auf eine Finanzierung der Sanierung durch die Stadt Neuenrade auf die nächste Ratssitzung zu verschieben.

„Die Tennisplätze haben für gewöhnlich einen Alterungsprozess von 10 bis 15 Jahren. Je älter ein Platz ist, desto mehr verdichtet er sich, wird zu hart und wasserundurchlässig. So bleibt Regen auf dem Platz stehen und es kommt zu Moosbewuchs“, informierte Tobias Schneider, Vorsitzender der Tennisabteilung des TuS Neuenrade, die Mitglieder des Ausschusses bei der Besichtigung der Tennisplätze. Die Zaunanlage sei bereits knapp 40 Jahre alt, löchrig und ausgehangen. „Da gehen immer öfter Bälle durch“, sagte Schneider.

Die Jugendförderung werde im Verein besonders groß geschrieben: „Der Verein übernimmt zum Beispiel die Kosten für die Mieten der Hallen, in denen das Jugendtraining statt findet“, erläuterte Schneider.

Er bedankte sich auch bei der Stadt Neuenrade: „Wir sind seit Jahren sehr gerne hier und sind sehr zufrieden, auch dank der Unterstützung der Stadt Neuenrade. Jetzt ist es aber daran, dieses nette Fleckchen Neuenrade für die nächsten 15 Jahre so zu erhalten“, schloss Schneider ab.

Der Ausschuss besichtigte am Donnerstag vor der Sitzung die Tennisplätze am Waldstadion.

Der Antrag der Tennisabteilung auf die Übernahme der Finanzierung der Sanierung durch die Stadt Neuenrade stützte sich auf einen Vertrag, der bereits 2010 ausgelaufen war. Daher sollte eine Vertragserneuerung beziehungsweise eine eventuelle komplette Übertragung des Geländes auf die Tennisabteilung sowie die Frage der Finanzierung in der Ausschusssitzung geklärt werden (wir berichteten).

„Wir haben uns den Vorschlag in der Verwaltung angeschaut und sind dann mit dem TuS Vorstand in die Gesprächsphase gegangen“, berichtete Ratsherr Marcus Dunker, Vorstand der örtlichen CDU. Dabei kam heraus, aufbauend auf die Nutzungsübertragung und die jährliche Pauschale von 4 000 Euro, dass ein einmaliger Zuschuss von 25 000 Euro und ein zinsloses Darlehen von 15 000 Euro möglich seien.

Bürgermeister Antonius Wiesemann war mit diesem Vorschlag einverstanden und machte auch deutlich, dass diese Summen für die Stadt Neuenrade möglich seien. Es sei ihm besonders deshalb wichtig, die Tennisabteilung zu unterstützen, da diese bezüglich der Jugendarbeit sehr engagiert sind.

Iris Lemke von der SPD gab zu verstehen, dass sie die Notwendigkeit der Sache zwar sehe, aber trotzdem alle Vereine zusehen müssten, wie sie ihre Gelder zusammenbekämen. „Ich tue mich mit dem einmaligen Zuschuss und dem Darlehen schwer. Dann hätte ja jede TuS-Abteilung Anspruch auf solche Zuschüsse“, betonte Lemke.

Dietrich Maurer von den Bündnisgrünen stimmte dem zu: „Die Idee, jährlich 4 000 Euro zu zahlen, ist ok. Aber ich bin dagegen, dass es auch noch einen Zuschuss gibt.“ Wiesemann lenkte ein: „Langfristig werden wir uns wie andere Städte aus der Verantwortung ziehen und auch vom TuS muss jetzt etwas kommen. Aber gerade wegen der Jugendarbeit muss die Tennisabteilung auch unterstützt werden.“

Da die Höhe des Zuschusses und des Darlehens in der Beschlussvorlage nicht erwähnt war, erbaten sich die einzelnen Fraktionen noch etwas Zeit, um dies untereinander besprechen zu können. Ulrike Wolfinger, Ratsfrau und stellvertretende Vorsitzende der SPD, verlegte daher die Entscheidung auf die Ratssitzung am Dienstag, 5. Juli.

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