RWE-Klimaschutzpreis geht an Waldorfschule

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Schüler und Lehrer der Waldorfschule nahmen den RWE-Klimaschutzpreis entgegen.

Neuenrade - Ein vorbildlicher Umgang mit der Natur und ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit – vor allem diese Punkte waren es, die den Hauptausschuss Neuenrade und die Mitarbeiter des Energiekonzerns RWE Deutschland überzeugten, den mit 1000 Euro dotierten RWE-Klimaschutzpreis an die Waldorfschule Neuenrade zu vergeben.

 Dieser wurde gestern von den Schülern der 7. Klasse sowie einigen Mitarbeitern der Schule persönlich entgegengenommen. Klaus Mußhoff von der RWE Arnsberg übergab die Urkunde für den Preis gemeinsam mit dem Neuenrader Bürgermeister Antonius Wiesemann und Hauptamtsleiter Dirk Rademacher. Die Stadt Neuenrade hat bereits im vergangenen Jahr zur Teilnahme am RWE-Klimaschutzpreis aufgerufen. Dabei hat jeder Bürger die Möglichkeit, einen Vorschlag zu machen. Die Entscheidung für die Waldorfschule in Neuenrade fiel mit Absprache der RWE im Hauptausschuss der Stadt.

 „Das ist eine meiner schönsten Arbeiten“, so Mußhoff. „Es ist toll zu sehen, was ihr so macht“ und betonte dabei vor allem die Arbeit der Kinder. Das Thema Nachhaltigkeit werde durch sie nach außen getragen und an Eltern, Freunde oder Verwandte weitergegeben. Die Schule lege großen Wert auf naturverbundene Projekte und praktische Erfahrungen. Daher sind der Ackerbau oder ein Landwirtschaftspraktikum fester Bestandteil der Schullaufbahn, so Claudia Malcus, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Schule zuständig ist.

Die Schüler der Waldorfschule werden ab der ersten Klasse mit dem Wald und der Umwelt vertraut gemacht. „Wir versuchen, die Kinder früh an die natürlichen Dinge heranzubringen“, sagte Malcus. Auch die Ernährung spiele dabei eine Rolle. „Zum Beispiel gibt es Schulobst als Alternative zu Süßigkeiten. Dabei ist es uns wichtig, dass die Kinder saisonales Obst kennenlernen und verstehen, dass nicht immer alles zur Verfügung steht.“ Unter anderem wurden Kartoffeln angebaut oder ein Bienenkasten gebaut und der Honig gepresst. Auch eine Wildhecke stehe zur Zeit auf dem Plan.

Helga Holtkemper, Lehrerin der 7. Klasse, weiß um die Wichtigkeit des frühen Lernens: Den Schülern würde bereits von Anfang an beigebracht, ihre Brote in Brotdosen und nicht in Aluminiumfolie zu verpacken. „Außerdem bauen wir keine künstlichen Sportlandschaften auf. Wir gehen dafür direkt in den Wald.“

Bürgermeister Wiesemann, selbst gelernter Gärtnermeister, sieht die Wichtigkeit vor allem in den Taten und in der Umsetzung der Schule. „Wir können nicht nur reden, wir müssen auch was tun!“ Und das sei besonders bei den Kindern toll anzusehen. „Wir wissen nicht, wer uns für den Preis vorgeschlagen hat“, berichteten Patrick Scholl von der operativen Schulleitung und Schulgeschäftsführerin Silvia van Loosen. „Der Vorschlag kam vermutlich aus der Bürgerschaft. Vielleicht von Eltern, die sich mit unseren Projekten auseinandergesetzt haben. Wir haben uns auf jeden Fall sehr darüber gefreut.“ Auch Lehrerin Helga Holtkemper kam gestern zu einem positiven Resümee: „Wenn ich das so reflektiere, denke ich, dass wir den Preis verdient haben.“

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