550 Fans feiern in Scheune

Rumo Tripot rockt Neuenrade Küntrop

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550 Fans feiern in Neuenrade beim Rumo Tripot in einer Küntroper Scheune

Neuenrade - Das Rumo Tripot ist längst zu einem Kultfestival geworden – das stellte auch die diesjährige Ausgabe am Samstag unter Beweis. Was 2004 mit rund 30 Besuchern auf dem Hof Schulte in Küntrop startete, hat sich zu einem beliebten Treffpunkt für junge und ältere Musikfans entwickelt. Etwa 550 waren es in diesem Jahr.

Und trotzdem hat sich das Festival seinen familiären und gemütlichen Charakter bewahrt. Sonst wäre es wohl auch längst nicht so kultig. Dem Schauplatz mutet ein bisschen das Bild einer Szenekneipe an. Um die Scheune mit der Bühne sind gemütliche Sitzecken gestellt, auf Sofas und Baumstämmen tanken die Besucher Kraft, um wenig später vor den Bands zu tanzen und zu feiern.

Zum Gesamtbild trägt sicherlich auch die Lage des Hofes Schulte bei. Oventrop, gelegen auf den hügeligen Ausläufern Küntrops, bietet den Besuchern eine idyllische Landschaft, die nebenbei auch bestens geeignet für ein Festival ist. Die nächsten Nachbarn sind Fuchs und Hase, sodass die Boxen eben nicht schon um 22 Uhr ausgestöpselt werden – bis in die Nacht kann lautstark gefeiert werden.

550 Besucher in einer Scheune in Küntrop

Rumo Tripot, das heißt auch sieben Bands auf einer Bühne. In den Umbaupausen samt Soundcheck strömen die Besucher in die Chillout-Bereiche, treffen am Stehtisch aufeinander und löschen ihren Durst.

Auf einem Anhänger neben der Bühne sorgt das Presstisch Orchester dabei für einen beruhigenden Trompetensound. Auf der Bühne findet indes ein ganz besonderer Genre-Mix statt. Spielt die Kölner Band Komparse noch deutschsprachigen Elektropop, wird bei Crash Tape gar nicht gesungen.

Die holländische Band Yenga lässt gleich mehrere Genres in ihre Musik einfließen. Was den Betrachter wohl am ehesten an Postrock oder Trip Hop denken lässt, beschreibt die Band als Analog Triprock/Nu Jazz.

Die Musiker von Ka-Boom komplettieren die Mischung der unterschiedlichen Stilrichtungen. Sie spielen instrumentale Live-Musik, der DJ der Band unterlegt das Ganze mit Hip-Hop-Sprechgesang.

Genauso bunt wie die Stilrichtungen der Musiker ist auch das Publikum. Auch das macht das Rumo Tripot aus. Jung und Alt feiern dort zusammen. „Vom 18-jährigen Punker bis zum 60-Jährigen, der gemütlich ein paar Bier trinken will, ist alles dabei“, meint Maik Wiesegart, einer der Verantwortlichen.

Und so ist das Festival für den veranstaltenden Verein Kulturfluter und seine zahlreichen Gäste einmal mehr ein stimmungsvoller, von abwechslungsreicher Musik geprägter Abend.

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