Rumo Tripot Festival in Küntrop soll polarisieren

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Sechs Bands spielten am Samstag beim Rumo Tripot Festival in Küntrop. Von Jazz über Indie- und Pop-Rock bis hin zum Hard-Rock war für jeden Geschmack etwas dabei.

Küntrop - „Fein, fein, fein“ – so beschrieb Christian Schulte-Backhaus die 2015-er Auflage des Rumo Tripot Festivals auf dem Schultenhof in Küntrop, das am Samstag wieder hunderte Schaulustige und Partyfreudige in die „Sauerländer Pampa“ lockte.

 Zum ersten Mal fand das Rumo unter der Schirmherrschaft der Kulturfluter statt, einem Verein, der sich der Förderung der kulturellen Szene in der Region verschrieben hat. Das Wörtchen „fein“ kann verschiedene Bedeutungen haben. Feinsinnig, von sehr guter Qualität oder auch angenehm und schön.

 Schulte-Backhaus hat es mit einem Wort auf den Punkt gebracht, denn das Rumo war auch diesmal wieder „fein“. Allerdings, und das gehöre zum Konzept, wolle man als Veranstalter des Rumos auch polarisieren, Reibungspunkte setzen, für Diskussionsstoff sorgen.

 Das gelang den Flutern allein schon durch die Bandbreite musikalischer Darbietungen, die von afrikanischen Untertönen bis zu infernalem Geschrei reichte. „Für jedes Geschmäckle etwas“, meinte der Kopf der Kulturfluter mit Blick auf die Bandliste. Die heimische Band Salamander und „jap“ fanden sich auf dem Line-up des Rumos wieder. Das übrige Sextett setzte Akzente – in jeder Hinsicht. Von der Deutschrock-Band 4Spurig aus Ihmert bis zur Trommelfell-attackierenden Combo Exposed to Noise spannte sich der Bogen der konzertanten Interpretionen. Dementsprechend wechselten auch die Gesichter vor der Bühne.

Das Rumo bietet Festivalcharakter: Manche Besucher chillten im hinteren Scheunen-Bereich bei Kerzenschein, andere nutzten die Couch-Area etwas dichter am Geschehen. Auch vor der Scheune standen etliche Besucher zusammen und genossen die Atmosphäre. „So soll es sein“, bilanzierte Schulte-Backhaus. Ab 19 Uhr füllte sich das Festivalgelände zusehends, mit den Besucherzahlen und der parallel stattfindenden Verdopplung der bisherigen Kulturfluter-Mitgliederzahl zeigten sich die Macher zufrieden. Und: „Wir werden das Konzept weiter optimieren“, kündigte Schulte-Backhaus an und freute sich, dass sich die Arbeit dank der Vereinsgründung nun auf mehrere Schultern verteilt und das Ganze mehr Struktur erhalten habe.

Ausgelassene Festivalstimmung auf dem Küntroper Schultenhof

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