„Rotes Sofa“: Projekt der Young Caritas

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Neben Schülern der Hönnequell- und Getrudenschule nahmen unter anderem auch Landrat Thomas Gemke und Bürgermeister Antonius Wiesemann auf dem „Roten Sofa“ der Young Caritas Platz.

Neuenrade - „Soziale Ungerechtigkeit, was ist das eigentlich und wo haben junge Menschen sie schon einmal erlebt?“: Mit dem Pilotprojekt „Rotes Sofa“ wollen Katharina Walter und Tobias Rödel von der Young Caritas Jugendliche wieder mehr für das Ehrenamt begeistern und ihr Interesse für soziale Themen wecken. Dafür gehen sie einen ungewöhnlichen Weg.

Bei der Auftaktveranstaltung in der Neuenrader Hönnequell-Schule fiel gestern der Startschuss für ein Projekt, das möglichst im gesamten Märkischen Kreis stattfinden soll, so der Wunsch der beiden Projektleiter, Katharina Walter und Tobias Rödel. „Wir erhoffen uns, viele junge Menschen ansprechen zu können, die Lust darauf haben, sich zu engagieren und etwas zu verändern“, sagt Walter.

In Form von Interviews, die gefilmt und anschließend auf der Video-Plattform Youtube hochgeladen werden sollen, können sich Jugendliche zum Thema Ungerechtigkeit im Alltag äußern. Angesprochen sind junge Menschen im Alter bis 27 Jahren – „unabhängig von Religion, Geschlecht, sozialem Status oder Nationalität“, sagen die Initiatoren. Sie hoffen, dass aus Ideen der Schüler konkrete Projekte entstehen, in denen sie sich dann engagieren und so mehr soziale Gerechtigkeit schaffen.

Tobias Rödel und Katharina Walter von der Young Caritas wollen mit ihrem Projekt junge Menschen für das Ehrenamt begeistern.

Gefördert wird die Aktion von der Märkischen Sozialstiftung, die Landrat Thomas Gemke gestern in der Schulaula vertrat: „Die Stiftung sponsert das Projekt mit 3500 Euro. Ich freue mich, dass wir das Ehrenamt auf diese Weise unterstützen können. Wir sind offen für Neues und deshalb gespannt, was dabei herumkommt.“
Wie wichtig das Engagement von jungen Menschen in ihrer Stadt ist, erläuterte Bürgermeister Antonius Wiesemann: „Für die Zukunft Neuenrades ist es entscheidend, dass wir junge Leute in das alltägliche Geschehen einbinden und dass sie sich an der Entscheidungsfindung beteiligen.“ Denn die Politik könne nicht wissen, was schief läuft, wenn die Jugendlichen es nicht mitteilen, so der Verwaltungschef weiter. Er versprach, dass die Stadt das Projekt unterstützen werde.

 In der zweiten großen Pause waren dann die Schüler an der Reihe. Rund 60 von ihnen hatten die Erlaubnis ihrer Eltern, sich den Fragen der Projektleiter zu stellen.

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