Protest im Rat mit Transparent "Rettet den Kohlberg"

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Mit einem großen und  einigen kleinen Transparenten warben die Gegner der Ausweisung des Windkraftareals darum, den Kohlberg zu retten. Nicht alle im Zuschauerraum gehören allerdings dazu. 

Neuenrade - "Rettet den Kohlberg" - die Gegner der Windkraftanlagen waren während der Sitzung des Neuenrader Stadtrates präsent und zeigten quasi Flagge. Bei einem der Tagesordnungspunkte ging es um einen weiteren Verfahrensschritt in Sachen Windenergie-Areal auf dem Kohlberg. 

Redaktionelle Änderungen waren vor Offenlegung noch eingearbeitet worden. Eine Diskussion im Rat gab es nicht.

 Einzig FWG-Fraktionschef Bernhard Peters hatte zu diesem Tagesordnungspunkt etwas vorbereitet. Er verwies auf ein Zitat, das er in einer CDU-Schrift gefunden habe. Demnach habe die CDU geschrieben, dass die Windenergie und deren wirtschaftliche Nutzung wichtig seien, aber die Nutzung dürfe nicht auf Kosten und Wohlergehen der Menschen gehen. 

 Nun werde aktiv die Ansiedlung von Windkraftanlagen auf dem Kohlberg vorangetrieben, man lasse sich beraten von dem Entwickler SL Windenergie und der sich schon auf den Auftrag freue. Objektive Aussagen zu Gesundheitsgefahren könne es doch da nicht geben.  Aussagen, dass man Infraschall nicht hören könne und er deswegen nicht schädlich sei, das sei doch lächerlich. Röntgenstrahlen, sagte Peters, könne man auch nicht hören oder fühlen, dennoch seien sie schädlich.

 Und der wirtschaftliche Nutzen, der sei sicher auch nicht sehr groß, es sei denn für die Entwickler/Produzenten von Windkraftanlagen.

Und dass in Bayern und bald in Polen zwei Kilometer Sicherheitsabstand von Windkraftanlagen zu Wohnbebauung eingehalten werden müssen, das sollten doch den Ratsvertretern zu denken geben. Und überhaupt: Durch die EEG-Umlage würden die Stromkosten auch noch erhöht.

Die Abstimmung lief wie erwartet. Einzig Bernhard Peters und Detlef Stägert, beide FWG, stimmten gegen die Fortführung des Verfahrens. Heinz Friedriszik, auch FWG, stimmte hingegen dafür. 

Nicht alle im Zuschauerraum wollten mit den Windkraftgegnern in einen Topf geworfen werden. Ein Frau stand sogar auf und setzte sich woanders hin.

Zu den weiteren Tagesordnungspunkten blieb die Rettet-den-Kohlberg-Fraktion nicht.

Peter von der Beck

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