Probleme mit Landesregierung

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Der Hegerings-Vorstand ehrte im Rahmen der Jahreshauptversammlung zahlreiche Jäger für ihre langjährige Mitgliedschaft. Zudem wurden zwei bronzene Verdienstnadeln überreicht und die erfolgreichsten Jäger ausgezeichnet.

Neuenrade - 15.000 Jäger und Mitstreiter aus der Land- und Forstwirtschaft, Angler, Imker und viele mehr hatten sich auf den Weg zum Landtag in Düsseldorf gemacht, um ihrer Kritik an der Novellierung des Jagdgesetzes Nachdruck zu verleihen. Das berichtete Jörg Sommer, Vorsitzender des Hegerings Werdohl-Neuenrade, während der Jahreshauptversammlung im Kaisergarten.

Allerdings, und da scheint Sommer mit seiner Einschätzung nicht allein zu sein, sind die Aussichten auf eine maßgebliche Änderung bescheiden. Die Umsetzung des Entwurfs stehe kurz bevor, meinte der Vorsitzende.

Probleme mit der aktuellen Landesregierung seien zudem im Bereich der Zuwendungen an den Landesjagdverband NRW zu beobachten. Zahlungen, wie sie seit Jahren üblich sind, würden aus nicht nachvollziehbaren Gründen verzögert. Dem wirken die Mitglieder während des Landesjägertages nun entgegen, stimmten einer Erhöhung des LJV-Anteils um 20 Euro pro Jahr zu. Damit mache sich der Verband unabhängig von der Regierung, könne dadurch seinen Haushalt offensichtlich aus eigenen Mitteln bestreiten. Anschließend votierten die heimischen Hegerings-Mitglieder für einer Erhöhung ihres Beitrags um fünf Euro.

Mitgliedschaft

Folgende Hegerings-Mitglieder wurden zudem für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt:

60 Jahre: Klaus Wenzel

50 Jahre: Hermann Listringhaus

40 Jahre: Hans-Joachim Tibo und Peter Hermens

25 Jahre: Markus Keitsch und Erhard Timmer

Wie üblich fand parallel zur Hauptversammlung auch diesmal eine Hegeschau des Hegerings statt. Forstamtmann Klaus Kermes präsentierte die Ergebnisse und Zahlen der zurückliegenden Saison. In puncto Schwarzwild verbuchte der Hegering Werdohl-Neuenrade eine sehr gute Strecke, deutlich über den Ergebnissen der Vorjahre. Lobend hob Kermes die Reviere Blintrop, Giebel und Affeln-Ost hervor. In Bezug auf die Füchse rangierte die Saison hingegen am unteren Niveau des Fünf-Jahres-Mittels. Das Gebiet um Neuenrade und Werdohl biete Rehen offenbar ein perfektes Habitat, sagte der Fachmann – dank Kyrill. Hervorzuheben sei die Tatsache, dass der Hegering in Bezug auf den Abschussplan eine Punktlandung hingelegt habe.

Nachdem Kermes nochmals die Kriterien der Bewertung der Rehgehörne und der Keilerwaffen erläutert hatte, zeichnete er die erfolgreichsten Jäger aus. Gold ging an Hakan Genc und Thomas Leiendecker. Genc hatte im Revier Lengelsen ein Reh zur Strecke gebracht, dessen Gehörn mit 109 Punkten bewertet wurde. Silber bekam in dieser Klasse Gert Middendorf Senior (Revier Giebel, 90 Punkte) überreicht, über Bronze freute sich Frank Tittel (Rentrop, 79). Die „feinsten“ Keilerwaffen legte Thomas Leiendecker vor (Blintrop, 90,5), der außerdem noch Bronze erhielt (Severinshof, 76,4). Gisbert Webers „Waffen“ (Giebel, 76,7) bekam eine silberne Auszeichnung. Der Hegeringsvorstand ehrte zudem Thomas Leiendecker mit der Verdienstnadel der MKJS in Bronze sowie Rainer Niggemann und Dietrich Etzler mit der Verdienstnadel des LJV in Bronze.

2016, so informierte Jörg Sommer, stehe das 90-jährige Bestehen des Hegerings im Kalender. In diesem Rahmen plant der Hegering eine größere, öffentliche Veranstaltung. Ein Event mit einem ansprechenden Programm – für Natur- und Jagd-Interessierte, teilte Sommer mit.

Von Markus Jentzsch

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