Poetischer Schlagabtausch in der Villa am Wall

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Rudolf Sparing und Ruth Schimanski.

Neuenrade - 90 Minuten im Wechselbad der Gefühle – Ruth Schimanski und Rudolf Sparing nahmen am Sonntag ihre Zuhörer mit auf die Wolke 7, ließen aber auch die Frust zwischen zwei Liebenden nicht aus.

 

„Ich dich auch!“, hatten sie die Soiree in der Villa am Wall in Worten zusammen gefasst; eine Antwort, die, wie sich im Laufe des Abends zeigte, immer passt.

Die beiden Vortragenden lieferten sich einen poetischen Schlagabtausch mit Gedichten, Satiren und Texten von Grass, Loriot, Luther, Kästner und auch Tucholsky. Bewusst setzten sie dabei auf Sprünge von himmelhochjauchzend bis zu todebetrübt. Sie entlockten den 40 Zuhörern im damit vollbesetzten Saal immer wieder ein Lachen, Lächeln, Schmunzeln und Staunen über das, was sich Verliebte, Verheiratete und Langzeit-Partner einander zu sagen haben.

Dabei spielte das Frühstücks-Ei ebenso eine Rolle wie der defekte Fernseher. Im Hintergrund liefen derweil Fotos über eine Leinwand, die ein Herz zeigten, einen Sternenhimmel, aber auch ein Gewitter. Als Ruhepole wurden zwischen den Textpassagen Blütenaquarelle von Oskar Koller mit untermalender Klaviermusik gezeigt. „Das Ambiente spricht uns sehr an“, sagen Ruth Schimanski und Rudolf Sparing und so fühlen sie sich auch bei ihrem dritten Auftritt in der Villa wohl.

 Außerdem treffen sie hier auf ein treues Publikum, haben sie doch viele bekannte Gesichter entdeckt. Beide wissen zu unterhalten, wobei ihnen ihre schauspielerischer Erfahrung zu Gute kommt. In ihren Rollen gingen sie mit entsprechender Mimik und Gestik auf. Und am Ende bestand das Publikum auf einer Zugabe, zu der ein Feuerwerk auf die Leinwand projiziert wurde.

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