Paul Ziemiak zu Gast beim Ortsverband der CDU / Marco Voge stellt sich Fragen

„Die Welt im Wandel“

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Nach der Veranstaltung verabschiedete Torsten Schneider (links), Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes, Marco Voge (rechts) sowie Paul Ziemiak und überreichte dem Vorsitzenden der Jungen Union noch eine Flasche Buba Bitter.

Neuenrade - Die Wahl des US-Präsidenten, Flüchtlinge, Islam und Islamismus in Deutschland: Zu diesen und weiteren Themen sprach Paul Ziemiak, Bundesvorsitzender der Jungen Union, am Donnerstag im Kaisergarten. 

Rund 60 Neuenrader, Lüdenscheider und Mendener waren zu dem Vortrag unter dem Titel „Die Welt im Wandel – Wie geht es weiter?“ gekommen. Unter den Gästen war auch Landtagskandidat Marco Voge.

Aus Washington nach Neuenrade

Als „frisch eingeflogen aus Washington“ kündigte der Ortsvorsitzende Torsten Schneider den Referenten an, der dort die letzten Tage vor der Präsidentenwahl und den Wahltag selbst miterlebt hatte. „Ich habe mit vielen Politikwissenschaftlern und anderen Experten gesprochen“, berichtete Ziemiak. 

Genau wie die Journalisten in Washington hätten diese einen Wahlsieg Hillary Clintons vorhergesagt. Und das sei auch kein Wunder, schließlich haben in Washington mehr als 90 Prozent der Wähler für die Kandidatin der Demokraten gestimmt. 

Kritik an Politikern und Medienvertretern

„Die Landbevölkerung hat sich abgehängt gefühlt und Donald Trump gewählt“, analysierte der JU-Vorsitzende. Deutliche Kritik übte er an den deutschen Politikern sowie Medienvertretern, die sich vorab für Clinton und gegen Trump ausgesprochen hätten. 

Gespannt verfolgten mehr als 60 Gäste aus Neuenrade, Lüdenscheid und Menden die Ausführungen von Paul Ziemiak, Vorsitzender der Jungen Union, und Marco Voge, Landtagskandidat.

„Wie konnte man sich so auf eine Seite schlagen?“, fragte der Referent vorwurfsvoll. „Der Außenminister sollte nicht sagen, wen er in einem anderen Land als Präsident haben will.“ 

Viel Applaus bekam der Redner für seine Ausführungen zum Thema Islamismus. „Es steht jedem zu, Männern oder Frauen aus religiösen Gründen nicht die Hand zu geben“, befand er mit Blick auf seinen Auftritt in der Talkshow „Maybrit Illner“, bei dem ihm die muslimische Journalistin Khola Maryam Hübsch den Handschlag verweigert hatte. 

"Das passt nicht in unsere Gesellschaft"

„Aber es muss auch das Recht jedes Deutschen sein, zu sagen: Das passt nicht in unsere Gesellschaft.“ Es gebe eine „rote Linie“ – und die sei überschritten, wenn sich Frauen in Deutschland komplett verschleierten. 

Gleiches gelte für die „Lies!“-Aktion, mit der Salafisten – unter anderem in Iserlohn – für den Islam werben. „Die Salafisten predigen, dass Christen in die Hölle kommen – da ist die Grenze der Religionsfreiheit erreicht“, meinte der Referent. „Das müssen wir in unseren Fußgängerzonen nicht aushalten.“ 

In der Diskussionsrunde bewegte die Zuhörer nicht zuletzt die Frage, wie es mit dem Thema Flüchtlinge weitergeht. „Wie sieht es mit der Rückführung von Flüchtlingen aus?“, wandte sich der Neuenrader CDU-Vorsitzende an Marco Voge. „Aktuell passiert da zu wenig – was würden Sie nach der Wahl anders machen?“

Ausnahmeregelungen verhindern häufig Rückführung 

Voge verwies auf geltende Ausnahmeregelungen, die derzeit häufig eine Rückführung verhinderten: „Es wird nicht abgeschoben, wenn jemand krank ist oder ein Familienmitglied an diesem Tag nicht da ist.“ Diese Regeln wolle er ändern, derzeit verhinderten das aber die Grünen. 

Nach rund zwei Stunden verabschiedete Torsten Schneider die Gäste, überreichte dem JU-Vorsitzenden eine Flasche Buba-Bitter und lud ihn zum nächsten Gertrüdchen ein. 

„Bleibt mit den Füßen auf dem Boden“, riet der dem Landtagskandidaten und Ziemiak, der im kommenden Jahr bei der Bundestagswahl kandidieren wird: „Die Entfremdung der Politik von der Basis war der Grund dafür, dass Trump gewonnen hat.“

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