Orgelkonzert mit Dr. Michal Markuszewski

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Ein imposantes Instrument: die Affelner Orgel.

Neuenrade/Affeln - Bereits die Vita des Künstlers macht klar, dass er zu den Großen seines Fachs gehört. Er studierte Orgel und Klavier an renommierten Akademien und Universitäten, erhielt zudem das Konzertdiplom der Hochschule für Musik in Würzburg. Seine Auftritte in ganz Europa verdeutlichen, welchen Stellenwert der junge Dr. Michal Markuszewski genießt.

Entsprechend froh dürfte das veranstaltende Forum Neuenrade gewesen sein, diesen hochkarätigen Organisten für ein Konzert in der Affelner Lambertus-Kirche verpflichten zu können. Der gebürtige Warschauer schien bereits im Vorfeld des Konzertes beeindruckt. Von der sauerländischen Landschaft im Allgemeinen, aber auch von der Kirche und ihrer Orgel im Speziellen. „Ein wunderbares Instrument und eine herrliche Kirche“, stellte der Fachmann in Sachen Kirchenmusik vor seinem ersten Stück fest.

Für das Affelner Publikum hatte der Gewinner internationaler Preise ein variantenreiches Programm zusammengestellt. Klassische Stücke seien natürlich dabei. Musikalische Abstecher in die Romantik und Moderne würzten die Auswahl. Zur Begrüßung hatte sich Dr. Michal Markuszewski etwas Persönliches ausgedacht. Eine eigene Improvisation im barocken Stil mit dem Titel „Praeludium pro Organo Pleno“ gab der Vollblut-Musiker zu Beginn zum Besten. Es folgten Werke aus der Feder von Bach, Nowowiejski, Mozart, Bohm und Buxtehude. Für den Abschluss hatte sich der erfahrene Organist für ein modernes Werk entschieden, die „Fantasia per Organo“ von Augustyn Bloch, einem polnischen Komponisten.

Keine Frage, Michal Markuszewski schien sich an der Affelner Orgel wohl zu fühlen und bot seinem Publikum in der St. Lambertus-Kirche etwas Besonderes: Orgelmusik in Vollendung. Gebannt verfolgten die Konzertbesucher die „Arbeit“ des Künstlers. Kein Wunder, dass die Zuhörer sehr reichlich Applaus spendeten und der international renommierte Organist noch eine Zugabe zu Gehör gab.

Insgesamt besuchten knapp 60 Liebhaber guter Orgelmusik das Konzert in der St. Lambertus-Kirche mit ihrer einzigartigen Akustik. Und die Kulturbeauftragte, Monika Arens, zog gestern Bilanz für sich. Trotz Muttertag und trotz des traumhaften Wetters seien 60 Besucher ein zufriedenstellendes Ergebnis der Veranstaltung. - Von Markus Jentzsch

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