Schützen-Oberst Ralf Magiera tritt zurück

Björn Sip übernimmt kommissarisch die Führung das Amt von Ralf Magiera. - Archivfoto: Jentzsch

Neuenrade - Paukenschlag bei der Schützengesellschaft Neuenrade: Oberst Ralf Magiera tritt zurück. Am Donnerstagabend, gegen 22 Uhr, informierte der Chef der rund 2000 Neuenrader Schützen seine Offiziere und die Öffentlichkeit über seinen Rückzug.

Kommissarischer Nachfolger wird Björn Sip. Er wird bis zur Hauptversammlung im Oktober die Aufgabe übernehmen, dann wird ein Nachfolger gewählt. Erste aussichtsreiche Gespräche dazu laufen offenbar bereits.

Sip jedenfalls hat bei der Übernahme von kurzfristig vakanten Posten Erfahrung. Denn schon einmal sprang er ein, als Magiera-Vorgänger Clemens Brockhagen ebenfalls zurücktrat und sich jemand kümmern musste.

Ralf Magiera hatte die Aufgabe des Oberst und Vorsitzenden der Schützengesellschaft Ende Oktober 2012 übernommen. Die Aufgabe ist ein anspruchsvolles Unterfangen: Es gilt das Schützenfest zu organisieren, sprich die Fäden in der Hand zu halten.

Er repräsentiert, proklamiert den König, führt den Festumzug an. Zwei Feste wurden unter Magieras Regie erfolgreich gefeiert. Nun legt er sein Amt nieder. Es seien gesundheitliche Gründe, die ihn zu diesem Schritt bewogen hätten.

 Er bedaure diesen Schritt, aber er müsse kürzer treten und daher gebe es keine andere Möglichkeit, wird Ralf Magiera zitiert. In der Nacht noch sollte er sich mit einem offenen Brief an die Schützen wenden, den er auf die Homepage stellen ließ.

Daraus geht eindeutig hervor, dass ihn dieser Schritt emotional mitgenommen hat. Magiera betont dabei: Im Hinblick auf seine persönliche Gesundheit sei seine Entscheidung aber unaufschiebbar gewesen.

Magiera wirbt in seinem Schreiben für Björn Sip, der nun bis Oktober die Zügel in die Hand nehme. Sip sei als stellvertretender Vorsitzender wichtiger Pfeiler des Vereins.

Zudem hieß es seitens des scheidenden Oberst, dass „sich der potenzielle Nachfolger dann auf einen funktionierenden und engagierten Vorstand und Arbeitsausschuss freuen kann, denn es stehen sowohl neue wie auch etablierte Personen in den Startlöchern, die die Schützenfamilie mit Elan und Verantwortungsbewusstsein führen können.“

Magiera verwies zudem darauf, dass die Schützengesellschaft vor einigen großen Herausforderungen und Veränderungen stehe, die in den kommenden Jahren zu meistern seien. Selbstverständlich werde er weiterhin im Hintergrund dem neuen Führungsteam bei Fragen zur Seite stehen.

Er wünsche dem amtierenden und dem zukünftigen Vorstand viel Erfolg bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben und bitte alle Schützen dann den Vorstand zu unterstützen.

Der verheiratete Familienvater Magiera betonte zudem, dass die Neuenrader Schützengesellschaft einer der beiden größten Vereine in Neuenrade sei - und wichtige kulturelle Institution in der Stadt.

Von Peter von der Beck

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