CDU nominiert den Balver Marco Voge für den Wahlkreis 122 MK II

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Freut sich: Marco Voge, mit seiner Frau Pamela und Thorsten Schick

(Update)Neuenrade - Die CDU schickt den Balver Marco Voge für den Wahlkreis 122 MK II ins Rennen.

 245 CDU-Mitglieder waren am Donnerstagabend in den Kaisergarten gekommen, um den Kandidaten für den Wahlkreis122 MK II (Plettenberg, Neuenrade, Balve, Hemer, Menden) zu küren. Sie hatten die Wahl zwischen dem Mendener Benjamin Friedrich und dem Balver Marco Voge. Am Ende entschieden sich 130 CDU-Mitglieder für Voge, Friedrich bekam mit 113 Stimmen ein sicher noch respektables Ergebnis.

Dass der Kaisergartensaal so gut gefüllt war, freute dabei den CDU-Kreisvorsitzenden Thorsten Schick. Das sei ein starkes Signal nach außen. Und er machte auch keinen Hehl aus seiner Forderung, dass dieser Wahlkreis wieder zurückgewonnen werden soll – und zwar direkt. Zumindest was die Reaktionen aus dem Saal anbelangt, schien Voge schon die Kandidatur im Sack zu haben. Bei der Vorstellungsrunde hatte er im Gegensatz zu seinem Kontrahenten Friedrich wesentlich mehr Applaus erhalten.

Dabei unterschieden sich die beiden gar nicht so, was die Bewertung der Politik der Rot-Grünen Landesregierung anbelangt. Beide bemühten Statistiken und zählten auf, in welchen Bereichen NRW im Vergleich zu anderen Bundesländern stehe – meist auf dem letzten Platz. Sei es Wirtschaftsleistung, Schule, Verkehrsinfrastruktur oder Breitbandausbau. Dafür sei Rot-Grün spitze im Schuldenmachen. Auch die Kriminalitätsbekämpfung hatten beiden in ihren Katalog mit aufgenommen. Die stark steigende Kriminalität, insbesondere bei Einbrüchen, habe Rot-Grün nicht im Griff. Mehr Personal für Polizei und Justiz und härteres Durchgreifen forderte hier Friedrich. Auch Voge will in diesem Bereich mehr Personal – vor allem auf den Straßen. Lieber auf Blitzmarathon verzichten und das Personal für mehr Sicherheit vor Kriminellen einsetzen, hieß es hier von Voge.

Die Vernachlässigung der ländlichen Regionen und insbesondere des Sauerlandes zugunsten der städtischen Regionen kritisierten beide stark. Friedrich sah hierin sogar Absicht. Beide lobten ihre Region und die Verbundenheit mit dem Sauerland und beide wollten natürlich ihrer Heimat, ihrer Region zu mehr Geltung verschaffen. Friedrich betonte, dass er Wirtschaft in der Praxis gelernt habe, auf die Menschen zugehe und ein beruflich unabhängiger Mensch sei, der fleißig für einen Wechsel kämpfen werde. Der 38-Jährige ist freiberuflicher Finanzberater.

Marco Voge punktete mit seiner Bodenständigkeit, top- Vernetzung und seiner sichtlichen Heimatverbundenheit: Verheiratet, zwei Kinder, Ortsvorsteher in Mellen, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei CDU-MdL Schick. Und: In Neuenrade hatte er auch einen gewissen Heimvorteil. Zudem agierte er in seiner Argumentation lokaler und unterschied sich darin von Friedrich, der ein wenig abgehoben wirkte.

Voge versprach etwas fürs Ehrenamt zu tun, verwies noch einmal auf die Verbundenheit mit den Schützen, die erst jüngst von nervigen Vorschriften belästigt wurden und verband das geschickt mit der Kritik an der „Gängelei“ und den „ewigen Vorschriften“ aus der Rot-Grünen Landesregierung. Auch war er detailliert in seiner Argumentation und sehr lokal. Er nannte die maroden Straßen im Wahlkreis allesamt. Viel, viel Applaus gab es am Ende für ihn.

Von Peter von der Beck

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