„Nicht alles wird so bleiben“

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Pater Irenäus war einer der Geistlichen, die durch den feierlichen Gottesdienst zum Neujahrsempfang führten.

Neuenrade - Eine Wundererzählung aus der Bibel stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes am frühen Samstagabend in der evangelischen Kirche. Die Hochzeit zu Kana, bei der Jesus Wasser in Wein verwandelt, gilt als eines der sogenannten sieben Zeichen, mit denen er als Sohn Gottes vorgestellt wird und Leser wie Zuhörer zum Glauben führen soll. Durch den feierlichen Gottesdienst im Rahmen des Neujahrsempfangs der Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade mit Abendmahl führten Pater Irenäus, Pater Matthias und Pater Tadeusz unterstützt vom Kirchenchor Cäcilia.

Im Anschluss hatte die Gemeinde St. Mariä Königin zum Verweilen ins evangelische Gemeindehaus eingeladen. „Das ist wieder ein Stück gelebte Ökumene in unserer Stadt und unserer Pfarrei“, bedankte sich Gemeinderats-Vorsitzender Josef Brockhagen für die Gastfreundschaft bei Hausherr Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg sowie dessen Glaubens-Schwestern und -Brüdern. Zur Erklärung: Das katholische Gotteshaus der Neuenrader wird aktuell renoviert und ist vorübergehend geschlossen.

„Ich freue mich über die ökumenische Gemeinschaft. Als ich nach Neuenrade kam, habe ich schnell gemerkt, dass hier ein herzliches Verhältnis zueinander besteht“, hieß auch Kuhlo-Schöneberg die Gäste willkommen. Er genieße diese Verbundenheit, die immer wichtiger werde, betonte er.

Die Zukunft bringe eine Zeit der Veränderung, stimmte Hans-Jürgen Stracke, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, die Gäste auf einen bevorstehenden Wandel ein. Das Gemeindeleben funktioniere, doch die Zahl der Gläubigen würde immer kleiner, sagte er. Es müsse überlegt werden, wie man in zehn bis 15 Jahren noch als überzeugter Christ leben könne.

Deshalb habe das Bistum einen Pfarrentwicklungsprozess eingeleitet. Jünger, moderner, offener, näher an den Menschen dran sein, lauteten die Schlagworte. Ein Koordinierungsausschuss sei gebildet worden, der sich jetzt mit den Themen beschäftigen und Arbeitsgruppen ins Leben rufen werde. „Es wird nicht alles so bleiben, wie es ist. Es wird Veränderungen geben. Freuen wir uns darauf“, blickt Stracke positiv in die Zukunft.

Dieter Gierse informierte abschließend im Namen des Kirchenvorstandes der Pfarrei über bereits eingetretene Veränderungen im Gemeindeleben, erinnerte an den Abriss der Kirche in Ütterlingsen und informierte über bereits erfolgte sowie geplante Sanierungen von diversen Immobilien, die sich im Gemeindebesitz befänden.

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