Neues System für Müllentsorgung in Neuenrade

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Der Bringhof soll den Neuenradern erhalten bleiben.

Neuenrade - Mitte Juni endet das Angebot zur Müllentsorgung in Neuenrade auf der Ausschreibungsplattform der Europäischen Union. Dann müssen die Angebote der Entsorger vorliegen. Im frühen Herbst muss dann die Entscheidung fallen für den neuen Dienstleister, damit das neue System 2017 eingeführt werden kann.

Für die Neuenrader wird sich einiges ändern, denn die Stadt nimmt Abschied von dem Wiegesystem und stellt um auf das sogenannte Volumensystem. Der Neuenrader Bürger muss dann für die Müllentsorgung nach Behältergröße bezahlen. Lange hat man in Neuenrade zum Thema Entsorgung diskutiert und sich schließlich, auch nach gutachterlicher Beratung, für diese neue Variante entschieden. Die Müll-Gebühr soll dabei nach Behältergrößen berechnet werden, soll für den Rest- und den Biomüll gelten.

Pro Einwohner soll zudem eine Mindestliterzahl festgelegt werden. Weiterhin kostenpflichtig soll allerdings die Entsorgung des Sperrmülls bleiben (Abrechnung nach Volumenpauschale, Begrenzung der Abholungen). Das ist in den Nachbargemeinden, die dem Zweckverband (ZfA) angehören, wie Altena, Werdohl oder Balve, für die dortigen Bürger kostenfrei (zumindest wird es nicht extra abgerechnet).

Den Neuenrader Bringhof, an den sich die Bürger gewöhnt hätten, möchte man zudem nicht antasten, der soll erhalten bleiben. Wie Kämmerer Gerhard Schumacher, auch Mitgeschäftsführer der Stadtwerke Neuenrade, mitteilte, seien die Ausschreibungsunterlagen ( Müll einsammelten und als Extra-Los Altpapapierentsorgung) insgesamt elf Mal abgerufen worden. Darunter seien fünf Entsorger, die namentlich auch bestens bekannt seien, hieß es.

Damit alles so funktioniert, hat die Verwaltung einen vorläufigen Fahrplan erarbeitet. Demnach wird die Kommunalagentur die Angebote prüfen, noch in den Ferien wird dann eine Arbeitskreissitzung anberaumt, nach den Sommerferien soll es dann einen Beschluss geben. Parallel dazu erarbeitet die Verwaltung eine neue Satzung, die dann auch im Herbst beschlossen werden soll, erläuterte Schumacher.

Auch die Behälterbeschaffung muss angeleiert werden. Die Verwaltung werde die Hauseigentümer anschreiben und einen Vorschlag zur Behältergröße unterbreiten. Wenn sich der Eigentümer dann nicht melde, geht die Verwaltung dann davon aus, dass der Vorschlag akzeptiert werde. Die Behälter sind wohl allesamt gleich groß, nur eben mit variablem Volumen. Wer mit wenig Volumen auskomme (also günstiger), erhalte einen Behälter mit Zwischenboden.

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