Neues Konzept für Kinder- und Jugendarbeit

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Auch im Neuenrader Jugendzentrum wird künftig sicher vieles anders laufen.

Neuenrade - Die Kinder- und Jugendhilfe des Märkischen Kreises, zuständig für Städte wie Neuenrade ohne eigenes Jugendamt, soll auf neue Grundlagen gestellt werden. Derzeit wird ein neues Konzept für die offene Kinder- und Jugendarbeit erarbeitet. Das berichtete Eckehard Beck, Jugendamtsleiter Märkischer Kreis, auf Nachfrage. Er betonte aber: Es sei noch alles im Entwurf-Stadium, politisch sei das noch nicht diskutiert.

Auf der Grundlage des Konzeptes soll dann die Feinabstimmung in den angeschlossenen Städten erfolgen – das neue Konzept wird dann sozusagen individualisiert. 

Grund für die Neukonzeption sind „die veränderten Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen“, sagte Beck. Darauf müsse man eben reagieren. So könne man gewisse nachhaltige Veränderungen beobachten, zum Beispiel im Freizeitverhalten. Doch auch die Rahmenbedingungen hätten sich verändert. So gebe es andere Schulzeiten als früher. Da gelte es eben viele Dinge anders zu regeln, Angebote zu schaffen und umzustrukturieren.

So komme eine Neuorganisation der Jugendarbeit in Frage – und das betreffe die Abstimmung mit anderen relevanten Institutionen. Vernetzung ist hier sicher ein Stichwort. Involviert sei sicher auch die aufsuchende oder mobile Jugendarbeit. Und es gehe auch darum, dorthin zu gehen, wo die Jugendlichen sind. In diesem Jahr soll das ganze noch verabschiedet werden. 

Beck hofft, dass das Konzept politisch abgesegnet werde. Wie gesagt – das Konzept werde jeweils auf die Erfordernisse der acht Kommunen ohne eigenes Jugendamt abgestimmt, weil natürlich an jedem Ort veränderte Bedingungen herrschen würden. „Feinabstimmung“, sagte Beck in diesem Zusammenhang. So gehe man dann der Fragen nach, welche Relevanz aufsuchend Jugendarbeit in den jeweiligen Städten habe, wie die örtliche Szene gestaltet sei. „Wie ist der Bedarf, gibt's Brisanz, wie ist die Dynamik?“

Parallel dazu läuft in Neuenrade die Neuordnung der Jugendarbeit. Dabei sollen die Integration jugendlicher Flüchtlinge, eine intensive Vernetzung mit Vereinen und Verbänden, eine Bündelung aller Möglichkeiten Bestandteil des neuen System in Neuenrade werden. Diese Aufgabe hat Thorn Leonhardt übernommen. Er ist bis zum Ende des Jahres engagiert, um hier – natürlich in Zusammenarbeit mit den Kindern und Jugendlichen – etwas auf die Beine zu stellen.

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