Neues Baugebiet: Platz für 21 Grundstücke

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Das Planverfahren für das Baugebiet läuft.

Neuenrade/Affeln - Das neu geplante Baugebiet in Affeln bietet Platz für 21 Baugrundstücke. Und Zielgruppe sind ortsansässige Bürger aus Neuenrade und Umgebung. Das Areal soll als Allgemeines Wohngebiet ausgewiesen werden, nicht störendes Gewerbe ist möglich. Bereits 2017 soll mit der baulichen Nutzung begonnen werden.

 Zwar gebe es Prognosen vom statistischen Landesamt nach denen Neuenrade 12 Prozent seiner Bevölkerung bis 2040 verlieren werde, dennoch sei ein punktuelles und überschaubares Wohngebiet wie eben Auf dem Felde II sinnvoll, schreibt die Verwaltung. Denn gerade für Senioren und die umworbenen jungen Familien müsse neben den Alt-Immobilien, auch ein bedarfsgerechtes Angebot wie barrierefreier Wohnraum und energetisch moderne Wohnformen vorhanden sein.

 Das Baugebiet liegt in Richtung Altenaffeln und umfasst eine Fläche von knapp 2,5 Hektar. Knapp die Hälfte davon sind Wohnbauflächen, der „Rest“ sind Straßen, Grünflächen und Spielplatz. Die 21 Grundstücke soll in zwei Bauabschnitten mit einer neuen Ringstraße erschlossen werden.

Eine übliche Beschränkung auf zwei Vollgeschosse wird es geben, eine optische Dreigeschossigkeit (durch Dachgestaltung) ist möglich, die Gebäudehöhe wird auf zehn Meter festgesetzt. Für das Plangebiet wird zudem eine offen Bauweise festgesetzt. Einzel und Doppelhäuser sind möglich. auch ein öffentlicher Spielplatz wird ausgewiesen. Zudem soll es einen weiteren Spielplatz geben mit differenzierterer Ausstattung. Zielgruppe sind sechs- bis zwölfjährige Kinder. Nach Außen hin soll das Baugebiet mit einem Pflanzgebot für einheimische Laub- und Obstbäume belegt werden. Das soll dem ökologischen Ausgleich und der optischen Abgrenzung zur Landstraße dienen.

Sogenannte Immissionen spielen bei dem Baugebiet allerdings auch eine Rolle: So gibt es dort nicht nur die wohl eher zu vernachlässigende Landstraße sondern eben auch Bauernhöfe. Insbesondere durch ansässige Tierhaltungsbetriebe könne es dort zu Geruchsbelästigungen kommen, heißt es in den Akten. Im Rahmen einer sogenannten Geruchsimmissionsprognose des Tüv Nord wurden die Geruchsbeeinträchtigungen vorausberechnet. Dafür wurden die Immissionen von zehn umliegenden Tierhaltungsbetrieben untersucht. Basis für die Prognose war eine bestehende Untersuchung, die aktualisiert wurde, geänderte Erweiterungsabsichten bei landwirtschaftlichen Betrieben und metereologische Daten.

 Berücksichtigt wurde auch die unterschiedliche Geruchsbelästigung durch Rinder, Schweine und Geflügel. Die Prognose des Tüv Nord besagt nun, dass im Plangebiet Werte von 0,11 und 0,13 erreicht werden. Das liegt über den Immissionsrichtwerten von 0,10. Das hält die Immissionsschutzbehörde des Märkischen Kreises für hinnehmbar. Das Planverfahren soll nun weiter auf den Weg gebracht werden.

Peter von der Beck

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