„Neuenradio“: Neues Konzept kommt gut an

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Günter Kringe und Ingrid Kämper-Bluhm besuchten die Radiomacher in ihrem kleinen Studio, informierten sich über die Technik und ließen ein paar Musikwünsche da.

Neuenrade - Die Bewohner des Evangelischen Altenzentrum (EAZ) schließen die Macher des hauseigenen „Neuenradio“ offenbar immer mehr ins Herz. Das zeigte ein spontaner Besuch von Hausbewohnern, die während der Sendung das ehrenamtliche Radioquartett besuchte und sich über Musik, Mikro und News informierte.

Ernst Dirks, Mitgründer des „Neuenradio“ und seit acht Jahren dabei, hatte solch einen Besuch in dem kleinen Studio, das im Kellergeschoss untergebracht ist, noch nicht erlebt. Günter Kringe und Ingrid Kämper-Bluhm waren unter den Besuchern, beide wollten einfach mal wissen, „was ihr hier unten macht.“ Die Radiomacher antworteten nach allen Regeln der Kunst, Musikwünsche wurden sofort notiert und nach Möglichkeit in den kommenden Sendungen erfüllt.

Auch im Empfangsbereich des EAZ waren die Bewohner mit dem Programm des „Neuenradio“ zufrieden. Noch während der Sendung suchten und fanden zwei Radiomacher das Gespräch mit ihren betagten Hörern und fragten, was ankam und was verbessert werden kann. Das Ziel, „nah am Hörer“ zu sein, wurde ins Visier genommen.

Die „Neuenradio“-Akteure hatten eine bunte Mischung an Musiktiteln zusammengestellt. Als Eingangstitel wird ab sofort die „Bacarole“ aus Hoffmanns Erzählungen on air gehen, für eine rhythmische Auffrischung der bekannten Melodie sorgt die Bigband von James Last. Zur Sendung gehören künftig das Wetter für Neuenrade und Umgebung, einige knackige Lokalnews, Geburtstagsgrüße, Musikwünsche sowie kleine, humorvolle Geschichten und Reime von Eugen Roth, Heinz Erhardt oder Wilhelm Busch. Bereits nach der zweiten Sendungen zeichnet sich ab, dass das überarbeitete und erweiterte Konzept bei den Bewohnern ankommt. Auf Wunsch einer Bewohnerin lief Howard Carpendales Ohrwurm „Deine Spuren im Sand“ gleich zweimal hintereinander – die Seniorin hatte den Titel mit Erinnerungen an frühere Zeiten in Verbindung gebracht.

In dem kleinen EAZ-Studio arbeiten jeweils ein Moderator und ein Techniker. Das Team der Radiomacher ist zuversichtlich, noch mehr den Wünschen der Bewohner zu entsprechen. Derzeit wird mit Hilfe einer Umfrage ermittelt, welche Musikrichtung die Bewohner favorisieren.

Technisch – so wünschen es sich die EAZ-Radiomacher –soll das kleine Studio etwas modernisiert werden. Ein neuer Rechner, ein Drucker und einige kleinere Anschaffungen sollen mit Hilfe von Sponsoren ermöglicht werden.

Von Udo Schnücker

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