Neuenraderin leistet Freiwilligendienst in Südafrika

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Theresa Loch ist bestens vorbereitet: Die 19-Jährige aus Küntrop fliegt für zwölf Monate in die südafrikanische Stadt Mbombela.

Neuenrade/Küntrop - Theresa Loch (19) reist am Mittwoch ins südafrikanischen Mbombela. Mit Hilfe der Organisation "weltwärts" unterstützt die Neuenraderin verschiedene Umwelt-Projekte. In den kommenden Monaten berichtet die Abiturientin für den SV von ihren Erlebnissen und Erfahrungen in Südafrika.

Für Theresa Loch war schon immer klar, dass sie nach ihrem Abitur – alternativ nach ihrem Studium – für ein Jahr nach Südafrika oder Indien gehen würde. Dort wolle sie im Rahmen eines Freiwilligendienstes entwicklungspolitische Arbeit leisten. Das Jahr beginnt am Mittwoch: Theresa Loch bricht in ein Abenteuer auf, um Umweltschutz-Projekte in Mbombela – bis 2009 hieß es noch Nelspruit – zu unterstützen.

Mit weltwärts, dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), verbringt die 19-Jährige die kommenden zwölf Monate in Mbombela – der Hauptstadt der südafrikanischen Provinz Mpumalanga. Neben der Fortführung der zwei Projekte „Heal“ und „GeaSphere“, die schon ihre beiden Vorgänger betreut haben, stehen auch einfacheren Büroaufgaben und Fahrdienst auf dem Programm. Zudem kann Theresa Loch mit den ortsansässigen Rangern arbeiten. Zu ihren Aufgaben gehört auch, die Bewohner Mbombelas – vor allem die Schüler – über Mülltrennung aufzuklären. Genaueres wird die Neuenraderin dann künftig selbst berichten.

Vorab gab es für die 19-Jährige Einiges zu tun: Um ein Visum zu bekommen, absolvierte Theresa Loch den Sprachtest Toefl, musste sich Bescheinigungen von zahlreichen Ärzten einholen sowie Kontoauszüge und ein Schreiben der Organisation weltwärts vorlegen. Organisiert und strukturiert ins Ausland In einem dicken Ordner hat Theresa Loch alle nötigen Dokumente und Unterlagen zusammen getragen – organisiert und strukturiert. Auch den Koffer hat die 19-Jährige schon vor ein paar Tagen gepackt. Nun heißt es Abschied nehmen von Familie und Freunden. Am Sonntag hat bereits eine Abschiedsparty stattgefunden. Da hisste ihr Vater kurzerhand die südafrikanische Flagge – kurz zuvor hing da noch die Fahne der Neuenrader Schützengesellschaft. Ob sie Heimweh haben wird? „Vermutlich nicht. Ich bin nicht so der Heimweh-Typ“, verrät Theresa Loch. Durch ihre Vorerfahrung – sie hat während der Schulzeit bereits ein Jahr in den USA verbracht – fühle sie sich sicher und weiß, was auf sie zukommt. Auch ein Trip nach Hause ist nicht geplant. Denn wenn sie schon so eine Erfahrung macht, wolle sie auch „alles mitnehmen“ – dazu gehöre auch, Weihnachten in Südafrika zu verbringen.

Ein wenig nervös sei sie allerdings, freue sich aber sehr auf die Erfahrungen, die sie in dem Jahr in Südafrika sammeln werde. Auf Theresa Loch wartet in Mbombela eine eigene Wohnung, die sie sich mit einem weiteren Freiwilligen teilt. Zum Team vor Ort gehören auch ihr Chef, dessen Frau, die beiden Ranger und zwei weitere Büroangestellte. Ganz in der Nähe liegt der Krüger-Nationalpark, das größte Wildschutzgebiet Südafrikas.

 Finanziert wird der Freiwilligendienst zu 75 Prozent vom BMZ. Den Rest übernimmt ein Förderkreis, den sich Theresa Loch selbst zusammenstellen muss. Familie, Freunde, Unternehmen und Privatpersonen können sie monatlich oder einmalig mit einer beliebigen Geldsumme unterstützen. Nähere Informationen dazu erhalten Interesse direkt bei Theresa Loch. Sie ist künftig per E-Mail unter theresaklara@aol.com erreichbar.

Mehr online hier: www.welthaus.de/weltwaerts

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