Neuenraderin berichtet von ihrem einjährigen Aufenthalt in Mbombela

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Die Ostküste Südafrikas habe Teresa besonders beeindruckt – an dieser ist sie während einer Reise entlang gewandert.

Nelspruit - Teresa Loch berichtet regelmäßig für uns über ihren einjährigen Aufenthalt in Südafrika. Dort ist sie für eine Organisation tätig und engagiert sich unter anderem für den Umweltschutz.

Mit weltwärts, dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), verbringt die 19-jährige Theresa Loch insgesamt zwölf Monate in Mbombela – der Hauptstadt der südafrikanischen Provinz Mpumalanga. Für uns berichtet sie in regelmäßigen Abständen über ihre Erlebnisse, Projekte und Eindrücke vor Ort.

10. Februar, Halbzeit: Sechs Monate bin ich inzwischen in Südafrika und anschließend an das vergangene Jahr hat auch dieses erfahrungsreich begonnen. Die Reise nach Mosambik, eine Wanderung entlang der Ostküste Südafrikas und mein Zwischenseminar haben neue Blickwinkel eröffnet. Vor allem die fünf Tage in den ländlichen Dörfern der Xhosa, mit Flussüberquerungen, traditionellem Essen und Strandwanderungen haben neue Impressionen von Südafrika und seinen Bewohnern geschaffen. Die Natur war in dieser nahezu unberührten Gegend wahrhaftig; der Sternenhimmel ein Traum.

Direkt nach dem Urlaub startete am 14. Januar unser neues Projekt. In Zusammenarbeit mit Engagement Global, der Evangelischen Akademie Villigst, der Natur- und Umweltschutzakademie NRW und dem Welthaus Bielefeld wird meine Organisation, GeaSphere, in den nächsten Monaten ein Umweltjugendnetzwerk einrichten und dieses in das bereits etablierte Netzwerk der Umweltschutzorganisationen in Mpumalanga einführen. Zu meinen Aufgaben gehört die Planung der ersten Treffen und die weitere Unterstützung der Jugendlichen bei den folgenden Treffen, Exkursionen und Projekten. Neben dem Jugendnetzwerk läuft die Zusammenarbeit mit anderen NGOs weiter, sodass wir auf Projekte für das kommende Jahr hoffen können.

Die Dürreperiode Südafrikas, die eine der stärksten seit 30 Jahren ist, lässt mich die Notwendigkeit des Umweltschutzengagements meiner Organisation spüren. Denn so schön die Sonne und der Sommer auch auf den ersten Blick sind – die Auswirkungen der Dürreperiode direkt vor der Haustür sind spürbar. Anstatt des durchschnittlichen Regenfalls von mehr als 700 mm bis Anfang März, hat es bis jetzt kaum 100 mm Niederschlag gegeben: Der Wasserstand von Dämmen und Flüssen ist einer der niedrigsten seit Jahrzehnten, Getreideernten verkommen und durch die Not an Wasser und Futter sterben zahlreiche Rinder. Mit Sorge wird nun auf die nächsten Monate geschaut.

Währendessen fand das Zwischenseminar meines Freiwilligendienstes mit Freiwilligen aus Südafrika, Mosambik und Botswana statt. Die Evaluation der bisherigen Zeit stand im Vordergrund, doch auch der Umgang mit Konflikten sowie die politische Situation in den afrikanischen Ländern und die Flüchtlingsproblematik wurden thematisiert. Die deutschen Mentoren kamen für das Seminar sechs Tage nach Südafrika, beantworteten Fragen und gaben Tipps für den weiteren Freiwilligendienst. Ich freue mich, mit neuen Ideen und Projekten auf die kommende Zeit zu blicken.

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