Begegnungscafé mit Flüchtlingen

Mehr als 30 Ehrenamtliche – hier ein großer Teil – wollen sich für Flüchtlinge einsetzen, wollen Willkommenskultur leben.

Neuenrade - Es ist ein schönes Willkommenspaket, das den Flüchtlingen in Neuenrade nun präsentiert wird: Die Initiative, gestartet von Bürgermeister Antonius Wiesemann, begleitet von der Politik und unter organisatorischer Hoheit von Sandra Horny, scheint sich gut zu entwickeln.

Mehr als 30 wohl hoch motivierte Ehrenamtliche stehen bereit, um sich um die Flüchtlinge intensiv zu kümmern. In den vergangenen Wochen haben sich die Ehrenamtlichen fit gemacht, einige hospitierten gar bei den gut besuchten Deutschkursen und informierten sich. Es gab viele Treffen und Besprechungen. Parallel dazu wurden praktische Dinge erledigt und ein Plan entwickelt. Die Neuenrader setzen dabei natürlich auch auf die Bereitschaft der Flüchtlinge, die aus aller Herren Länder kommen.

In diesen Tagen werden sich die Ehrenamtlichen in kleinen Gruppen auf den Weg zu den Flüchtlingsunterkünften machen und die Menschen persönlich zu einem Begegnungscafé einladen. Das soll am Montag, 15. Juni, um 15.30 stattfinden. Hier soll dann der Startschuss fallen, um die Willkommenskultur zu leben. Sozusagen aus der Begegnung heraus sollen sich dann Kleingruppen finden, bei denen dann weitere Deutschkenntnisse vermittelt, über gesellschaftliches Miteinander in Deutschland informiert oder Angebote wie kostenloses Mittagessen (Tischgemeinschaft), unterbreitet werden. Es gelte hier, Beziehungen zu den Menschen aufzubauen, Kontakte zu knüpfen und Patenschaften sollen sich entwickeln. Unterm Strich also eine intensive Betreuung. Klare Sache: Die Angelegenheit mit den Kleingruppen ist also essentiell für das Vorhaben. „Ein Schneeballsystem“, so formulierte es Sandra Horny, soll so installiert werden. Unabhängig davon gibt es auch noch den großen Deutschkurs, der immer dienstagnachmittags stattfindet und aktuell mit rund 18 Schülern sehr gut besetzt ist. Auch von hier aus kann ein Flüchtling zu den Kleingruppen stoßen.

 

Einen Stadtplan-Auszug mit mehrsprachigen Erläuterungen auf der Rückseite erhalten die Flüchtlinge als Teil des Willkommenspaketes.

Für die Flüchtlinge gibt es noch ein spezielles Neuenrader Dokument: Sie erhalten einen Stadtplanauszug von Neuenrade, auf dem alle wichtigen Institutionen von Rathaus bis Stadtbücherei eingezeichnet sind, damit sich die Flüchtlinge schnell zurechtfinden können. Auf der Rückseite werden die Institutionen dann in mehreren Sprachen erläutert. Cedar Khoury hat dabei die Infos freundlicherweise auch ins Arabische übersetzt. Unter dem Strich sicher eine wichtige Orientierungshilfe für die Neubürger, die aus den unterschiedlichsten Ländern kommen. Der Druck des Stadtplans wurde über den Märkischen Kreis finanziert. Sandra Horny jedenfalls freut sich über das Engagement der Neuenrader. Einige engagierten sich bereits jetzt schon mehrmals pro Woche in Zusammenarbeit mit den Integrationslotsen.

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