Fahrerflucht mit 2,43 Promille: Strafe reduziert

Neuenrade - Gründlich legte sich ein 42-jähriger Neuenrader am 5. November mit der Straßenverkehrsordnung und dem Strafrecht an. Zur Vorbereitung nahm er soviel Alkohol zu sich, dass er eine Stunde nach dem Unfall noch 2,43 Promille Alkohol im Blut hatte. Ein Wert, der weit jenseits der Grenze zur absoluten Fahrtüchtigkeit lag.

Von Thomas Krumm

Gegen 1.25 Uhr war der Mann auf der Hohen Straße in Werdohl unterwegs und hatte dabei nicht mehr so ganz den Blick für den Abstand von anderen Fahrzeugen. So summierte sich allein der an anderen Autos angerichtete Schaden auf stattliche 4000 Euro.

Aber auch von dem Unfall hatte sich der 42-Jährige nicht beeindrucken lassen und war einfach weitergefahren. So kam zu den Straftatbeständen auch noch ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort hinzu.

Die Polizei war jedoch auf dem Posten und ließ dem Unglücksfahrer eine Stunde nach dem Unfall eine Blutprobe entnehmen.

Dass die relativ eindeutige Angelegenheit nach einem recht moderaten Strafbefehl überhaupt noch im Amtsgericht Altena verhandelt wurde, lag am geringen Einkommen des Angeklagten.

60 Tagessätze zu je 30 Euro hätte er laut Strafbefehl bezahlen müssen. Da der arbeitslose Mann derzeit aber vom ebenfalls nicht üppigen Einkommen seiner Frau lebt, wurde der Tagessatz auf zehn Euro reduziert.

600 Euro muss der Angeklagte also als Buße für sein Fehlverhalten an die Justizkasse zahlen. Erheblich schwerer wiegen da wohl die zu erwartenden Regress-Forderungen der Haftpflichtversicherung des 42-Jährigen Neuenraders.

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