Neuenrader Schützenfest soll auf drei Tage konzentriert werden

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Schützenfest in Neuenrade: Die Führungsmannschaft der Schützengesellschaft will das Fest auf drei Tage komprimieren.

Neuenrade - Bei der Schützengesellschaft Neuenrade stehen Änderungen an: Der Vorstand der Schützengesellschaft will das Schützenfest von vier auf drei Tage verkürzen. Am Montag wird künftig wohl nicht mehr gefeiert.

Dabei soll allerdings nichts an der Fest-Substanz verändert werden. Vielmehr wird der Montag nun auf das vorausgehende Wochenende verteilt, erläutert der Presseoffizier der Neuenrader Schützengesellschaft, Domenic Troilo. Nicht erst seit ein paar Tagen stricken die Schützen an dem neuen Festkonzept. Schon im vergangenen Jahr und vermutlich auch vorher kam das Thema aufs Tapet. Das Ganze kam ins Rollen vor dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen im Rahmen des demographischen Wandels, aber auch wegen der steigenden Kosten für ein Schützenfest.

Die Schützengesellschaft müsse daher reagieren. So ist ein Fest, komprimiert auf drei Tage, nach Ansicht der Führungsmannschaft der Schützen auf jeden Fall günstiger. Was so ein Fest unterm Strich kostet, wollte der Presseoffizier im Detail nicht nennen, sagte aber, dass es sich um einen „hohen fünfstelligen Betrag“ handeln würde. So ließ Domenic Troilo im Gespräch mit der Redaktion durchblicken, dass man mit Absagen von Zeltwirten konfrontiert werde, die die umsatzarmen Zeiten während des Leerlaufs in den Zelten moniert hätten. Und es gebe viele Leerzeiten bei vier Tagen Party.

Zudem finanziere sich die Schützengesellschaft dann auch über eine prozentuale Beteiligung. Auf der Kostenseite häufe sich viel an: Troilo erwähnte den Toilettenwagen, Sicherheitsdienst, Sanitätsdienst oder das Zubuchen von Berufsmusikern am Montag für die Kapellen. Auch – so sagte er – werde es schwieriger, bei den Straßenverkehrsbehörden die Sperrung der Bundesstraße während des Festzuges am Montag genehmigen zu lassen. Weitere Punkte listete Troilo auf, die für eine Komprimierung des Festes auf drei Tage sprechen. Das reichte von weniger Organisationsaufwand bis hin zu besserer Verstärkung des Gemeinschaftsgefühls.

So sieht der neue Festplanaus: Am Freitag ist schon Schießen mit Jubilarehrung, Kommers, Zapfenstreich und anschließendem Festball mit Tanzkapelle. Der Samstag enthält dann den ersten Festumzug, Antreten ist natürlich an der Villa und Abends ist dann Schützenparty mit Tanzkapelle. Und am Sonntag bleibt es beim Frühkonzert, dann ist Einmarsch der Offiziere und Königsproklamation ist am frühen Sonntagnachmittag.

Freitagabend wurde der neue Festablauf – der schon im Kreise von Offizieren und Gruppenführer besprochen wurde – den Schützen bei der Hauptversammlung präsentiert. (Bericht folgt)

www.schuetzen-neuenrade.de/festablauf

 

- Von Peter von der Beck

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