Neuenrader und Klingenthaler vertiefen bei Jubiläumsfeier ihre Freundschaft

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Das Trio Luthier, junge Geigenmacher aus dem Vogtland, umrahmte die Festveranstaltung im Festzelt auf dem Marktplatz.

Klingenthal/Neuenrade - Ein Vierteljahrhundert besteht die Partnerschaft zwischen Klingenthal und Neuenrade. Das wurde mit einem dreitägigen Stadtfest in Klingenthal dann auch gebührend gefeiert.

Und die Neuenrader rückten mit einem voll besetzten Reisebus an, um mitzufeiern. Von einer „Partnerschaft der Taten“, sprach Klingenthals Bürgermeister Thomas Hennig (CDU) zur Festveranstaltung am Samstag in Klingenthal, und verwies dabei auf das langjährige Engagement des Handel-, Gewerbe- und Tourismusvereins Klingenthal/Zwota, der Orchester und der Jugendfeuerwehr in der Zusammenarbeit mit Neuenrade, aber auch auf den Siegerpreis, den Neuenrade jährlich für den Internationalen Akkordeonwettbewerb stiftet.

 „Die Partnerschaft ist in eine Freundschaft übergegangen“, hob Neuenrades Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) hervor. Er verwies besonders auf das Engagement des stellvertretenden Klingenthaler Bürgermeisters Gerhard Nöbel (CDU), der mit seiner Frau Ursula bereits mehr als zwei Dutzend Mal in Neuenrade war. Wiesemann: „Als Gerd und Uschi sind sie inzwischen bei uns bekannt“. „Die Zusammenarbeit zwischen Klingenthal und Neuenrade ist ein wahrer Schatz“, fand Tassilo Lenk (CDU), der scheidende Landrat des Vogtlands: „Eine Städtepartnerschaft lebt durch die Menschen“. 56 Mal hatte allein Gisela Aufermann mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann Manfred das Vogtland besucht und sich in vielfältiger Weise engagiert, ehe schließlich 2004 der Umzug von Neuenrade nach Zwota erfolgte.

 Ein besonderes Verhältnis zu Neuenrade hat auch der Klingenthaler Filmemacher Claus Dunsch, der für Neuenrade nicht nur den Film „Gesichter einer Stadt“ gedreht hat. Zur Festveranstaltung am Samstag lief ein Video mit einem filmischen Rückblick auf Höhepunkte der Städtepartnerschaft. Da waren unter anderem der Festumzug 2005 zum Jubiläum „650 Jahre Neuenrade“ mit dem legendären Ziegengespann des Zwotaers Georg Carsten Eibisch, nicht zu vergessen Carsten Förster, der 13 Mal dafür sorgte, dass Klingenthal durch den Handel-, Gewerbe- und Tourismusverein mit vogtländischen Spezialitäten beim Gertrüdchen auf sich aufmerksam machte. Manfred Herold, 1990 bis 1994 Bürgermeister von Klingenthal, hatte vor 25 Jahren mit seinem inzwischen verstorbenen Amtskollegen Hans Schmerbeck die Städtepartnerschaft besiegelt. Er bedankte sich noch einmal für die Hilfe aus Neuenrade, die die Stadt am Aschberg in einer „Zeit des Vakuums“, wie er es nannte, erhalten hatte.

 Symbolisch pflanzten Wiesemann, Hennig und Nöbel anlässlich des Partnerschaftsjubiläums am Rathaus eine Winterlinde. „Der Baum steht im Sauerland für Glück und Gesundheit“, zeigte der Neuenrader Bürgermeister auf, und fügte hinzu: „Wir würden uns freuen, wenn wir zu unserem Fest am 3. Oktober auch viele Gäste aus Klingenthal in Neuenrade begrüßen könnten“. Übrigens gibt es noch bis Mitte September eine Ausstellung in Zwota zu den Städtepartnerschaften Klingenthals (Castelfidardo, Neuenrade und Graslitz/Kraslice) bei der auch Klaus Peter Sasse unterstützend mitwirkte.

Hochzufrieden zeigten sich jedenfalls die Neuenrader in ihrer Bilanz zum Besuch in Klingenthal. Man habe sich sehr willkommen gefühlt und auch bestens amüsiert, hieß es vom Bürgermeister. Josef Brockhagen, der zudem als Reiseleiter fungierte, war auch mehr als zufrieden. Allein, dass die Reisegruppe sehr gemischt war, fand er richtig gut. „Es war eine super Sache und wir haben wieder Freunde gefunden für unsere Partnerschaft mit Klingenthal. Das wird nicht die letzte Fahrt gewesen sein.“

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