Neuenrader Hauptschule: Abschiedsfeier

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Schulleiter Hans-Jürgen Stracke (links) und der ehemalige Schulleiter Volker Grünberg organisieren das Schulfest.

Neuenrade - „Die 50 haben wir leider nicht mehr erreicht.“ Nach 48-jährigem Bestehen wird die Gertrudenschule im Sommer geschlossen. Zuvor wird mit einem Fest am 2. Juli Abschied von der Hauptschule genommen.

 Fast ein halbes Jahrhundert hat die Gertrudenschule an der Niederheide die Stadt Neuenrade mitgestaltet. Aktuell läuft der letzte Jahrgang, der Ende Juni verabschiedet wird. Die Räumlichkeiten der Hauptschule wurden nach und nach von der Hönnequell-Schule übernommen, die Lehrer werden an andere Schulen versetzt. „Wir wollen aber nicht sang- und klanglos gehen“, merkt Volker Grünberg, ehemaliger Schulleiter der Gertrudenschule, an.

Die Feier solle eine Gelegenheit sein für alle, die jemals etwas mit der Schule zu tun hatten, nochmals zusammen zu kommen. „Wir erwarten zahlreiche ehemalige Lehrer und Schüler“, blickt Schulleiter Hans-Jürgen Stracke voraus. Einige Ehemalige, die in ganz Deutschland verstreut sind, würden die Teilnahme am Fest auch mit einem Besuch bei ihren Eltern verbinden. „Der Tenor von vielen ehemaligen Schülern ist die Frage, ob ihre alten Lehrer auch dabei sein werden“, sagt Grünberg.

Musikalisch untermalt wird das Fest von den Entspannungsministern, der Rockband der Neuenrader Pfadfinder. „Es wird Buden für Essen und Trinken geben. Das gesunde Frühstück wird dabei sein, so auch die türkischen Frauen, von denen einige auch selbst auf der Gertrudenschule waren. Ein ehemaliger Schüler wird Döner verkaufen,“ sagt Grünberg. Außerdem werde sich die Fußballjugend präsentieren. Es werde jedoch kein großes Programm geben. „Wir planen ein Miteinander und beginnen jetzt mit der Erinnerung, “ betont Grünberg. So soll die Veranstaltung auch kein politisches Statement sein. „Natürlich ist es traurig, dass es nun zu Ende geht. Aber es ist auch über viele Jahre auf uns zugekommen.

 Überall werden Hauptschulen geschlossen. Wir haben zuvor vieles probiert, aber irgendwann ging es eben nicht mehr“, erläutert Stracke. Stark rückläufige Anmeldezahlen waren 2010 der Grund, die Gertrudenschule aufzulösen und nach und nach auslaufen zu lassen. „Das ist jetzt nun mal so. Das Konzept der Hauptschule ist mittlerweile wohl out“, sagt Grünberg. Sobald die Gertrudenschule geschlossen ist, werde die Hönnequell-Schule nichts mehr mit dem Konzept einer Hauptschule zu tun haben. „Das ist ein ganz neues Schulkonzept, an dem wir auch mitgearbeitet haben“, sagt Grünberg. Das Fest soll auf dem Schulhof zwischen 14 und 19 Uhr stattfinden. „Wir wünschen uns eine schöne Feier, bei der alle Ehemaligen, Schüler sowie Lehrer, und andere Beteiligte der Gertrudenschule gemeinsam in Erinnerungen schwelgen können.

Ein 50-jähriges Bestehen haben wir ja leider nicht mehr erreicht“, sagt Grünberg. Jedoch haben in den letzten 48 Jahren viele, die heute das Stadtbild prägen, an der Gertrudenschule ihren Abschluss gemacht. Grünberg fügt hinzu: „Wir wollen einfach ‘Tschüss’ sagen. Nicht ‘Auf Wiedersehen’ – denn sonst müssten wir ja wiederkommen.“

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