Band "Salamander" mixt deutsche und arabische Musik

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Bilel an den Kongas, Johannes am Horn und Marlon an der Gitarre (von links) – sie sind Mitglieder der Band Salamander. Daniel, Jonas und Johannes komplettierten kurze Zeit später die Gruppe, die Lieder in deutscher und arabischer Sprache macht.

Neuenrade - „Reinen Reggae kann jeder – das was wir machen, gibt es noch nicht“, sind sich die Bandmitglieder einig. „Wir sind multikulturell. Eine Bezeichnung für unsere Musikrichtung muss eigentlich erst noch erfunden werden. Unser Sound ist einfach ,Salamander‘“, beschreiben die Mitglieder der Band Salamander ihre Stilrichtung, die auf Reggae basiert. Mit klassischen Elementen angereichert wird es dann zu einem ausgefallenen Klangerlebnis, das den Zuhörer in Urlaubs-Chillout-Stimmung versetzt.

Von Anfang an ging es für „Salamander“ darum, einen neuen Sound zu schaffen –scheinbar mit Erfolg, nicht umsonst verzeichnen die fünf heimischen Musiker bereits einige erfolgreiche Auftritte, weitere sind in Planung. Der Bandname ist Programm – und gut durchdacht. „Ein Salamander lebt an Land und im Wasser. Wir spielen deutsche und arabische Musik kombiniert“, schlagen die Musiker eine Brücke zu ihrem Bandnamen.

Der Zufall und die Aufgeschlossenheit der Musiker spielte bei der Bandgründung die entscheidende Rolle. Gitarrist Marlon stieß während einer Zugfahrt mit Drummer Bilel zusammen – die Frage nach einer Zigarette sollte den Weg zur späteren Bandgründung ebnen. Die damalige Sprachbarriere wurde mittels eines deutsch-arabischen Übersetzungsprogrammes über das Handy gelöst. „Irgendwie kamen wir während unseres Gesprächs auch auf das Thema Musik“, erinnert sich Marlon. Die beiden jungen Männer verabredeten sich und spielten tags darauf in den heimischen vier Wänden. Bilel – damals noch „Kongas-los“ – improvisierte. Eine leere Keksdose wurde zum Schlaginstrument. „Es war krass, was er alles aus der Blechdose rausgeholt hat“, erzählt Marlon, der den Araber dazu überredete, „echte“ Kongas zu kaufen – die Band war geboren.

Johannes hat mit dem Horn wohl den auffallendsten Effekt.

Dritter im Bunde wurde einige Zeit später der Musiker, der wohl für den auffallendsten Effekt in der Band sorgt: Hornist Johannes. Auch hier spielten Zufall und Spontanität eine Rolle. Das Gitarre-Kongas-Duo war für ein Konzert gebucht worden. „Kurz vor unserem Auftritt haben wir diesen abgefahrenen Hornisten auf der Bühne gehört“, sind Marlon und Bilel von dem Instrument ihres Bandkollegen nach wie vor beeindruckt. „Wir haben ihn einfach gefragt, ob er bei unserem Auftritt spontan mitjammt. Es hat super geklappt und super geklungen.“ Der Auftritt der außergewöhnlichen Formation legte somit den musikalische Grundstein der „Salamander“. „Reggae mit Saxophon gibt es schon, aber nicht mit Horn“, stellt die Band ihre Besonderheit heraus. Schlagzeuger Daniel, Keyboarder Jonas und Johannes (Gitarre) komplettierten kurze Zeit später die „Salamander“ und geben der Band ihren eigenen Sound.

 Marlon, Bilel, Johannes, Daniel, Jonas und Johannes kreieren ihre Stücke selbst. Lieder in deutscher und arabischer Sprache, aber auch „Mixturen“ haben sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem großen Repertoire entwickelt, mit dem sie ihre Auftritte auf kleinen und großen Bühnen mühelos bis zu eineinhalb Stunden gestalten können. Doch das reicht den „Salamandern“ musikalisch noch nicht – die Formation soll sich vergrößern. „Wir sind noch auf der Suche nach einem Bassisten, einem Trompeter und einer Sängerin.“ Wer die „Salamander“ unterstützen möchte, kann sich unter Tel. 01 57 / 54 69 03 35 melden. Außerdem hätte die Band gerne einen angemessenen Probenraum, denn aktuell wird in einer Einzimmerwohnung geprobt, die dafür jetzt schon zu eng ist.

Benefizkonzert

Wer die „Salamander“ live sehen möchte, hat am 19. Juli in der Werkstattgalerie „Der Bogen“ in Arnsberg die Gelegenheit dazu. Dort findet ein Benefiz-Konzert für eine nepalesische Familie statt, die bei dem Erdbeben im Mai alles verloren hat. Einlass ist ab 15.30 Uhr. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, es wird jedoch um Spenden gebeten. Neben „Salamander“ steht auch die Band „Vanilla Boat Crew“ auf der Bühne.

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