„Neuenrade hilft“ – Zelius sucht ehrenamtliche Helfer

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Josef Hochstein, Stephan Drüeke, Sandra Horny und Bürgermeister Antonius Wiesemann (v.l.) hoffen auf reichlich ehrenamtliche Unterstützung von engagierten Bürgern.

Neuenrade - „Ehrenamtliche Hilfe vor Ort“ – das Zentrum für Lesen, Integration und Sprache (Zelius) in Neuenrade sucht ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

 Unter dem Motto „Neuenrade hilft – Refugees welcome“ startet das Zelius einen Aufruf an engagierte Bürger, um den großen Zulauf an Flüchtlingen in Neuenrade weiterhin bewältigen zu können.

In einer Informationsbroschüre werden unter anderem die verschiedenen Bereiche der ehrenamtlichen Arbeit vorgestellt. Besonders dringend gesucht würden Menschen, die Arabisch sprechen und die Verständigung zwischen den Helfern und den Flüchtlingen – die bisher hauptsächlich über Englisch und Deutsch funktioniert – erleichtern können.

Auch für Übersetzungen innerhalb der angebotenen Deutschkurse sei die arabische Sprache eine große Hilfe. Die Einsteigerkurse werden ebenfalls von Ehrenamtlichen durchgeführt. Auch hier sei der Bedarf an Helfern sehr groß. Die Kurse könnten von jedem durchgeführt werden, der fließend Deutsch spricht und seine Sprachkenntnisse vermitteln kann. Materialien zur Durchführung werden vom Zelius gestellt.

Sprachliche Hilfe oder Sachspenden

Wer Interesse hat, aber vielleicht noch unsicher ist, muss sich nicht gleich entscheiden: Jeder Interessent sei eingeladen, sich zuvor erst einmal einen Kurs anzuschauen. Neben sprachlicher Hilfe könne aber auch jeder mit Sachspenden einen Beitrag leisten.

Denn für die Ausstattung der Flüchtlingsunterkünfte würden stets Möbel gesucht. Betten, Sofas und Sessel, Tische, Schränke, Matratzen oder Stühle seien fast immer gefragt. Wer eine Sachspende zur Verfügung stellen möchte, diese aber nicht transportieren kann, brauche sich lediglich an das Helferteam wenden. Dieses könne dann eine Abholung organisieren. Kleiderspenden oder Spielzeug für Kinder sollten allerdings weiterhin direkt an den Kleiderladen des Deutschen Roten Kreuzes gegeben werden.

Als wichtiges Fortbewegungsmittel seien außerdem Fahrräder in den Flüchtlingsunterkünften sehr gefragt. Um die Sicherheit beim Fahren zu fördern, sei der Bedarf an Fahrradhelmen ebenso groß. Wer sich darüber hinaus technisch gut mit Fahrrädern auskenne, könnte sich ehrenamtlich an Workshops beteiligen und seine Kenntnisse weitergeben. Dabei gehe es um eher einfache Tipps, wie die Instandhaltung von Rädern, Reifenflicken oder das Ölen der Fahrradkette.

Spenden an das Konto der Stadt richten

Eine finanzielle Unterstützung sei für das Zelius aber ebenfalls überaus wichtig. Nur durch diese könnten Materialien für den Unterricht, wie zum Beispiel Schreibutensilien, angeschafft werden. Gespendet werden kann über das Konto der Stadt, mit dem Betreff: Zelius. Eine Spendenquittung sei ebenfalls möglich.

Für Fragen stehe außerdem Sandra Horny, Ansprechpartnerin der Ehrenamtlichen und Leiterin des Zelius, zur Verfügung. Um auch den Kindern vor Ort eine gute Betreuung ermöglichen zu können, freue sich das Helferteam auch über Ehrenamtliche, die mit den Kindern malen, spielen oder basteln – auch die Betreuung der Hausaufgaben sei dabei wichtig. Auf diese Weise würde es außerdem Flüchtlingseltern ermöglicht, am Kursangebot teilzunehmen.

 Wer sich aufgrund von Sprachbarrieren bisher noch nicht getraut habe vor Ort direkt zu helfen, könne dieses Hindernis beim Begegnungscafé „Come together“ im Zelius überwinden. Dort würden Freiwillige gesucht, die unter anderem in der Küche helfen und Kaffee kochen, Kuchen backen oder auch bei Bewirtung und Aufräumarbeiten mitwirken.

Kontakt mit dem Zelius kann unter der Telefonnummer 0 23 92 /61 48 7 oder per E-Mail unter stadtbuecherei@neuenrade.de aufgenommen werden. Weiter Informationen gibt es unter www.stadtbuechereiundzelius.com.

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