"Neuenrade und Herscheid mit geringster Belastung" bei Kriminalität

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Symbolbild

Neuenrade - Die Polizei präsentierte gestern ihre Kriminalitätsstatistik des Jahres 2015 für den Märkischen Kreis und Neuenrade.

Die absolute Zahl an Straftaten ist demnach in Neuenrade um fast 13 Prozent zurückgegangen. Gemeinsam mit Herscheid, so die Polizei, weise Neuenrade, bezogen auf die Kriminalitätshäufigkeitszahl, die geringste Kriminalitätsbelastung auf. Dabei wird eine Kennziffer errechnet, die sich an der Zahl der Straftaten und der Bevölkerungszahl bemisst.

Die Zahlen: Gab es in Neuenrade 2014 noch rund 450 Straftaten, so waren es 2015 rund 390 Straftaten. Es gibt allerdings bei einigen Delikten Zunahmen. So stieg die Straßenkriminalität insgesamt um knapp 37 Prozent. Unter diese Rubrik fallen Sexualdelikte, Raub, Diebstähle oder Sachbeschädigungen. Im Bereich Sexueller Missbrauch von Kindern registrierte die Polizei 4 Fälle, im Jahr zuvor waren es 2 Fälle. 3 Fälle von Vergewaltigung und schwerer sexueller Nötigung registrierte die Polizei für das Jahr 2015 in Neuenrade. Die Aufklärungsquote liegt dabei bei 100 Prozent. 2014 wurde der Polizei keine Vergewaltigung bekannt.

 Raubdelikte gab es kaum. Raubüberfälle auf Straßen und Plätzen gab es keine. Zurück ging auch die Zahl der Körperverletzungsdelikte. Waren es in dieser Kategorie 2014 noch immerhin 61 Fälle, so waren es im vergangenen Jahr 46 Fälle. Auch weniger Diebstähle registrierte die Polizei insgesamt. Indes – so verdoppelte sich in der Unterkategorie Diebstähle aus KFZ fast die Zahl der Fälle. 22 Mal wurden 2015 in Neuenrade Autos geknackt – die Aufklärungsquote hier ist 0. Auch die Zahl der Taschendiebstähle nahm erheblich zu. 2014 registrierte die Polizei gerade einmal drei Delikte, 2015 waren es sieben Taschendiebstähle (Aufklärungsquote: 0). Und was Rauschgiftdelikte anbelangt, da verzeichnet die Polizei einen Rückgang auf 24 Delikte. Vorher waren es fast doppelt so viele. Auch über die Tatverdächtigen gibt es eine Aussage der Polizei – allerdings nur kreisweit und nicht auf Neuenrade bezogen.

Unter dem Strich zeigt die Statistik nur die der Polizei bekannt gewordenen Fälle.

Von Peter von der Beck

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