Neu entdecktes Mineral nach Addi Bischoff benannt

Professor Dr. Addi Bischoff, gebürtiger Küntroper, erforscht an der Uni Münster Meteorite. Schon ein gigantischer Asteroid wurde nach ihm benannt.

Küntrop/Neuenrade/Münster - Der Name des gebürtigen Küntropers Addi Bischoff ist nicht nur Fachleuten ein Begriff, sondern mittlerweile auch vielen Laien. Wenn es irgendwo auf der Erde einen spektakulären Meteoriteneinschlag gab oder Gesteinsbrocken gefunden wurden, die aus dem All stammen könnten, dann ist seine Expertise gefragt.

Der Name des Mineralogen, der am Institut für Planetologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) lehrt und forscht, wurde nun erneut verewigt – und zwar auf eine für Wissenschaftler gebührende Weise: Ein neu entdecktes Mineral wurde nach ihm benannt. Es heißt „Addibischoffit“. Auch ein Asteroid ist als Anerkennung für seine wissenschaftliche Leistung nach ihm benannt. Als Asteroid 6757 „Addibischoff“ kreist der gigantische Weltraumfels im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter um die Sonne.

Wie dem auch sei. Prof. Dr. Addi Bischoff ist Experte für die chemische und mineralogische Zusammensetzung von Meteoriten. Das Mineral wurde jetzt in einem Meteoriten entdeckt, den Addi Bischoff vor gut 20 Jahren als Erster bearbeitet und klassifiziert hatte.

Gefunden, untersucht und benannt haben es Wissenschaftler aus Kalifornien und Hawaii, Dr. Chi Ma und Dr. Sasha Krot. Das Mineral besteht in erster Linie aus den Elementen Kalzium, Aluminium und Sauerstoff. Mit der Namensgebung ehren die Entdecker den Münsteraner für seine Leistungen auf dem Gebiet der Erforschung bestimmter mineralischer Einschlüsse in kohlenstoffhaltigen Meteoriten, sogenannten kohligen Chondriten.

Professor Dr. Addi Bischoff wuchs auf einem Bauernhof bei Küntrop auf, trainierte beim SSV bis er schließlich zum Studieren nach Münster umzog.

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