Ausgelassene Stimmung auf der Wall-Wiesn

„Teuflisch guat“ – die Himmeltaler gaben vom Start weg Vollgas. - Foto: Jentzsch

Neuenrade - Gute Sportler wärmen sich auf bevor sie an ihre Grenzen gehen. Und die Himmeltaler? Sie krabbeln auf die Bühne und geben Gas, Vollgas, was das Zeug hält. So hatten sich die Neuenrader Schützen ihren Top-Act zum Einstieg in das grün-weiße Wochenende gewünscht – und bekamen mehr als erwartet.

„Phänomenal“ urteilte der partyerprobte Domenic Troilo – und er muss es wissen. Teuflisch bayrisch. Teuflisch gut. Die Himmeltaler rockten bei der ersten Neuenrader Zeltgaudi die Wall-Wiesn, sorgten für feinste Oktoberfeststimmung und zelebrierten eine unvergessliche blau-weiße Partynacht.

Als „a guate Partyband“ bezeichnen sich die Musiker jenseits des Weißwurstäquators. Naja. Bayrisches Understatement. Denn kaum hatten die vier Vokalisten Ziggy, Matthias, Anja und Helga mitsamt ihren Instrumentalisten den ersten Song angestimmt, brannte das Feuerwerk lichterloh.

Dass das Neuenrader Wiesn-Volk anfangs noch etwas Abstand wahrte, sei verziehen. Den Himmeltalern war anzumerken, dass es ein Heimspiel würde – und dass die Bayern mal wieder gewinnen werden. Heimspiel: Selten sah man so viele krachledern gekleidete Mannsbilder außerhalb Bayerns an einem Ort. Getoppt von der Frauenwelt, die sich mit feinsten Dirndln herausputzte und für perfekte Rahmenbedingungen der ersten Neuenrader Zeltgaudi sorgte.

Allein der Anblick des Publikums bestätigte die Neuenrader Schützengesellschaft. „Das Konzept ist voll aufgegangen“, bilanzierte Troilo am folgenden Tag. Die Himmeltaler stellten ihre Qualitäten als Eisbrecher eindrucksvoll unter Beweis. Lediglich zwei Hand voll Stücke waren nötig, um das Feuer unterm Zeltdach zu entfachen. Es am lodern zu halten – ein Kinderspiel. Publikumsnahe Starkstrom-Musiker – eine bessere Party-Band für einen weiß-blauen Wiesn-Abend ist nur schwer vorstellbar, so Troilo.

Himmeltaler sorgen für Oktoberfeststimmung

In Halbzeit zwei herrschte dann Platznot auf der Tanzfläche. Was soll‘s? Platz genug für ein herzhaftes Maß Bier und ausgelassene Stimmung. Schöner kann ein Schützenfestwochenende wohl kaum starten, fanden die Schützen. Obwohl die Bayern bereits kurz nach dem Anpfiff als Sieger feststanden, mussten sie in die Verlängerung. „Unglaublich, was das los war“, so der Presseoffizier der Band. Vollgas bis zum Abpfiff, der viel später als erwartet kam und zur Folge hat, dass eine Neuansetzung im Rahmen einer gut vorstellbaren 2. Neuenrader Zeltgaudi nicht ausgeschlossen ist. Den rund 1300 Premierengästen wird es wohl recht sein, wenn Matthias und Co ein zweites Mal das Sauerland bereisen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare